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Tipps gegen das Schwitzen bei großer Hitze

Schweißbildung kann unangenehme Folgen haben

19.06.2007

Vielen treiben die hochsommerlichen Temperaturen die Schweißperlen auf die Stirn. Für manche, die übermäßig viel schwitzen, wird dies jedoch zu einer Belastungsprobe. Wie man die Drüsen besser unter Kontrolle hält, verraten Experten.

Insbesondere für Menschen, die unter übermäßigem Schwitzen (Hyperhidrose) leiden, können die Sommermonate zur Qual werden. Aber auch für Zeitgenossen, deren Schweißdrüsen in normalem Ausmaß aktiv sind, werden Schweißperlen auf der Stirn, Flecken unter den Ärmeln und unangenehme Ausdünstungen mitunter zur Belastung.

Schweiß als soziales Problem

Hyperhidrose betrifft Schätzungen zufolge bis zu fünf Prozent der Bevölkerung - in Österreich somit rund 400.000 Menschen. Mediziner unterscheiden zwischen der fokalen Hyperhidrose, bei der es nur an kleineren Hautarealen (z.B. Handflächen, Fußsohlen oder Achseln) zu starkem Schwitzen kommt, und der generalisierten Hyperhidrose, bei der großflächigere Körperbereiche übermäßig transpirieren. Die Ursachen der Hyperhidrose sind vielfach unklar; in manchen Fällen kann das starke Schweißaufkommen auch ein Symptom anderer Erkrankungen darstellen.

Besonders problematisch am übermäßigen Schwitzen sind die sozialen Folgen: Betroffene ziehen sich aus Scham vor anderen Menschen oftmals zurück; durchnässte Kleidung macht unsicher, Händeschütteln wird zur peinlichen Herausforderung. Darüber hinaus können feuchte Hände in Berufen, die Fingerfertigkeit verlangen, eine erhebliche Beeinträchtigung darstellen. Bei Hyperhidrose-Patienten kommt es zwar unabhängig von der Außentemperatur zur belastenden Schweißproduktion, doch verschlimmert die heiße Jahreszeit das Problem in der Regel zusätzlich.

Klimaanlage des Körpers

Rechtzeitig vor dem offiziellen Sommerbeginn am 21. Juni wartet die International Hyperhidrosis Society daher mit einer Reihe von Tipps auf, die sowohl Hyperhidrose-Betroffenen als auch anderen Hitzegeplagten helfen sollen, gut durch den Sommer zu kommen - und hierzu gilt es ein Zuwenig an Schweiß ebenso zu vermeiden wie ein Zuviel. Kommt die Schweißproduktion doch einer körperinternenKlimaanlage gleich, wie die Experten betonen. Damit diese lebensnotwendige Vorrichtung funktionstüchtig bleibt, braucht der Körper Flüssigkeit. Folgerichtig lautet Tipp 1: Viel trinken! Aufschluss darüber, ob man genug trinkt, kann unter anderem der eigene Harn geben: Ist dieser relativ hell und klar, so weist das auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr hin.

Weite Kleidung, leichte Schuhe

Weiters kann das richtige Outfit dazu beitragen, die Schweißproduktion im Zaum zu halten. Leichte und helle Kleidung aus natürlichen Materialen sollte die Sommergarderobe dominieren. Weite Schnitte erlauben es dem Schweiß, besser zu verdunsten. Auch das Schuhwerk sollte leicht und atmungsaktiv sein: Ist es draußen heiß, können in den Schuhen Temperaturen von bis zu 49 Grad entstehen, halten die Fachleute fest. Zusätzlich können auch Fußpuder oder -deos die Schweißbildung hemmen und damit zu trockenen Füßen verhelfen.

Für Schweißgeplagte gilt es außerdem, die Haut vor der Sonne zu schützen. Denn auch Sonnenbrände und -schäden können der Thermoregulation abträglich sein. Daher gelten als Rezepte gegen Schwitzen nicht zuletzt all jene Empfehlungen, die in Bezug auf den Schutz vor der Sonne bekannt sind: Also von direktem Sonnenlicht weitgehend fernhalten, Sonnencreme verwenden und eine Kopfbedeckung tragen.

Deos richtig anwenden

Schließlich können auch Deodorants Abhilfe schaffen - doch sollten sie richtig angewendet werden. Am besten sollte man die Achseln einmal morgens und ein zweites Mal vor dem Schlafengehen mit Deo versorgen, meinen zumindest die Experten. Diese Anwendungsfrequenz habe sich als besonders wirkungsvoll erwiesen. Hilfreich könne es sein, das Deo sanft in die Haut einzumassieren. Zur Vermeidung von Reizungen sollten Deodorants ausschließlich auf trockene Haut aufgetragen werden.

Wer vor allem unter lästigen Schweißperlen im Gesicht leidet, kann den Fachleuten zufolge auch durch die Verwendung von Deo unter dem Haaransatz Erleichterung erfahren. Gleichgültig, um welches Produkt es sich handelt, sollte ein neues Deodorant stets zuerst an einem kleinen Hautareal getestet werden, damit größere Reizungen ausbleiben.

Behandlung durch Ärztin oder Arzt

Geht die Schweißproduktion über ein normales Maß hinaus - besteht also Verdacht auf Hyperhidrose - sollte jedenfalls eine medizinische Abklärung erfolgen. Zu den gängigen Behandlungsmethoden zählen etwa die Anwendung von Salben und Lösungen, die Einnahme von Medikamenten und die Iontophorese (Wasserbäder). In schweren Fällen kommen auch Botox-Therapie und chirurgische Verfahren zum Einsatz.

Quelle: Netd, Mnt

 

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