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Welchen Schutz gibt es wirklich gegen Allergien ?

Eine Allergie zeigt sich oft schon sehr früh

25.08.2006

Leise ist es geworden um die zahlreichen Empfehlungen und Hinweise zur Allergieprävention, denn trotz vieler Vermutungen haben sich nur zwei Maßnahmen als wissenschaftlich gesichert erwiesen: das viermonatige Stillen und der Verzicht aufs Rauchen im Haushalt von Schwangeren, Neugeborenen und Kindern.

In mehreren Studien wurde eine geringere Allergie-Rate nachgewiesen, wenn diese beiden Ratschläge befolgt wurden. Zusätzlich besonders wichtig: Stillen und Rauchverzicht sind Interventionen, von denen zumindest kein Schaden ausgeht.

Dagegen sind Diäten jeglicher Art während der Schwangerschaft kein Mittel, das Allergierisiko zu senken. Auch eine Milbensanierung des Haushalts bringt nichts. Und über die Wirkung probiotischer Ernährung sind die Experten recht unterschiedlicher Meinung.

Völlig widersprüchlich sind die Meldungen über Tierhaltung zur Allergieprävention. Soll man sich besser einen Hund und zwei Katzen oder zwei Katzen und einen Hund anschaffen, muss man aber unbedingt auf Meerschweinchen verzichten? Die diversen Studien zu diesem Thema haben unterschiedliche, teilweise widersprüchliche Ergebnisse erbracht.

Familien, die Nachwuchs erwarten, sei deshalb zur Primärprävention empfohlen: Schaffen Sie sich keine neuen Tiere an, aber behalten Sie bereits vorhandene tierische Hausgenossen. Wenn allerdings bereits eine Allergie vorliegt, dann macht es Sinn, die Allergenbelastung zu reduzieren, sich also von Haustieren einschließlich der Hausstaubmilben zu trennen.

Auch im Bereich der hypoallergenen Ernährung gibt es viele Theorien. Allerdings sind reine Nahrungsmittelallergien sehr selten. Bei einer Erdnuss-Allergie sollte das Allergen selbstverständlich gemieden werden.

Sensibilisierungen gegen Hühnereiweiß und Kuhmilch in den ersten Lebensjahren sind dagegen kein Grund, auf die entsprechenden Nahrungsmittel zu verzichten, wenn nicht eindeutige Krankheitszeichen auftreten.

Kinder aus Atopiker-Familien sollten ebenso wie ihre Altersgenossen so früh wie möglich geimpft werden. Auch wenn das Kind unter Neurodermitis leidet, ist das kein Grund, zum Beispiel eine Masern-Impfung zu verschieben. Ob Impfungen vor Allergien schützen, ist noch nicht endgültig geklärt.

Die einzige Impfung, die Allergien heilen kann, ist die so genannte Allergie-Impfung, die spezifische Immuntherapie. Sie sollte so früh wie möglich in Erwägung gezogen werden. Die regelmäßige Stimulation des Immunsystems mit geringen Allergenmengen kann den Toleranzspielraum erweitern.

Quelle: Ärztliche Praxis

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