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Rutschpartie: Spikes für die Schuhe im Test

Nur zwei von 22 Gleitschutz-Vorrichtungen lt. Konsument-Test auch tatsächlich empfehlenswert.


15.12.2009


Bei Glatteis wird der Gang zum Supermarkt - insbesondere für ältere Personen - zum riskanten Unterfangen. Ein Sturz kann mit gravierenden Verletzungen bis hin zum Oberschenkelbruch verbunden sein. In letzter Zeit werden vermehrt Anti-Rutsch-Behelfe angeboten, die als Krallen, Spikes oder Ketten am Schuh befestigt werden. Diese Vorsichtmaßnahme kann jedoch nach hinten los gehen, wie die am 17.12. erscheinende Ausgabe des Verbrauchermagazins "Konsument" zeigt: Nur zwei der 22 getesteten Schuh-Spikes sind auch tatsächlich empfehlenswert. Entweder sind diese wegen eines fehlenden Gleitschutzes für die Ferse grundsätzlich nicht als Anti-Rutschbehelf tauglich, halten nicht bzw. nur bedingt auf Eis oder Fliesen, oder sind im alltäglichen Gebrauch schlicht und einfach zu unhandlich, berichten die Tester.

"Die Idee an und für sich ist gut. Die Ausführung ist mangelhaft", fasst Ing. Konrad Brunnhofer vom Verein für Konsumenteninformation (VKI) das Ergebnis zusammen. "Besonders abzuraten ist von Schuh-Spikes, die im Bereich der Fußballen montiert werden. Denn der entscheidende Moment für den Halt ist das Aufsetzen der Ferse auf dem Boden - und hier ist auch der entsprechende Schutz wichtig. Nur etwa ein Drittel der Schuh-Spikes besteht zudem die Probe auf dem Eis. Gefahrenquellen sind auch feuchte Fliesen - etwa im Supermarkt - bei denen Spikes den gegenteiligen Effekt erzielen können: Man rutscht mehr als mit glatten Sohlen. Nur vier der getesteten Modelle überzeugten hier."

Der Praxistest, den das Forschungsinstitut für Orthopädietechnik mit der Sonderkrankenanstalt Zicksee durchgeführt hat, zeigt wiederum, wie unhandlich manche Gleitschutzbehelfe im alltäglichen Gebrauch sind. Im Stehen und teils auch im Sitzen macht das Anlegen und Abnehmen mehrheitlich Probleme. Letztlich sind unter dem Strich nur zwei Modelle empfehlenswert: Devisys Gleitschutz und springyard icey (safety). Beide Male handelt es sich um reine Fersenspikes, die mit einem einfachen Klettband befestigt werden können. Erhältlich sind diese im Orthopädie-, Sanitäts- und Schuhhandel - Kostenpunkt: rund 30 Euro.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es ab sofort auf www.konsument.at sowie ab dem 17.12.2009 in der Jänner-Ausgabe von "Konsument".

Quelle: VKI

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