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Schokolade vermindert Risiko von Blutgerinnsel

Schokolade kann aber keine Medizin ersetzen

20.11.2006

Eine kleine Menge Schokolade pro Tag verdünnt das Blut und vermindert ähnlich wie Aspirin das Risiko an einem Blutgerinnsel zu erkranken. Das haben Wissenschaftler der John Hopkins University herausgefunden. Gesund sei allerdings nicht die Schokolade an sich, sondern die enthaltenen Kakaobohnen, die ähnliche biochemische Effekte wie Aspirin aufweisen. Eine gewisse gesundheitsfördernde Wirkung von Schokolade bestätigt auch die Österreichische Gesellschaft für Ernährung, doch ersetze Schokolade mit Sicherheit keine Medizin.

"Schokolade wird genauso wie beispielsweise Kaffee zu den Genussmitteln gezählt. Es gibt unzählig viele verschiedene Sorten, die unterschiedliche Zusammensetzungen haben", erklärt Alexandra Hofer von der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung. In der Regel gelte aber: Je heller die Schokolade ist, desto weniger Kakaomasse und desto mehr Kakaobutter - also Fett - sind enthalten. Dieses Fett hat bei übermäßigem und regelmäßigem Schokoladenkonsum negative Auswirkungen auf das Gewicht und kann eine Diabeteserkrankung fördern. "Gegen ein Stück Schokolade ab und zu ist aber nichts zu sagen", ergänzt Hofer im Gespräch. Darüber hinaus habe Schokolade, oder eigentlich die Kakaobohnen, durchaus einen, wenn auch nur geringen, gesundheitsfördernden Effekt.

Wissenschaftler von der John Hopkins University wollen nun bestätigt haben, dass der Konsum von Schokolade das Blut verdünnt und somit die Entstehung vonGerinnseln verhindert. Eigentlicher Gegenstand der Forschung war, die Auswirkungen von Aspirin auf die Verklumpung von Blutplättchen zu Gerinnseln zu untersuchen, wobei rund 140 Probanden auf Grund unerlaubten Schokoladenkonsums aus der Studie ausgeschlossen wurden. Da eine gewisse positive Wirkung von Schokolade auf den Blutkreislauf bekannt war, wurden die Teilnehmer kurzerhand zu einer Schokoladen-Kontroll-Gruppe zusammengefasst und die Bildung von Blutgerinnsel bei regelmäßigem Schokoladenkonsum untersucht. Bei dem Vergleich der Ergebnisse aus der Aspirin- und Schokoladengruppe wurde festgestellt, dass sich die Gerinnsel ohne Schokoladenkonsum schneller bilden.

"Ein kleines Stück Schokolade oder eine Tasse Kakao als Teil der normalen Ernährung ist durchaus gesund für den Körper. Das gilt aber nur so lange, als man nicht zuviel davon isst", erklärt Diane Becker von der John Hopkins University. Darüber hinaus sollte man den Konsum auf dunkle Schokolade beschränken, da diese mehr Kakao und weniger Fett enthalten würde.

Dass dunkle Schokolade einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben kann, bestätigt auch Hofer. Dieser sei aber nur minimal und ersetzte in keinem Fall Medikamente. "Dunkle Schokolade enthält Gerbstoffe, die nicht nur für den bitteren Geschmack verantwortlich sind, sondern können auch antioxidativ wirken und 'freie Radikale' abfangen", erklärt Hofer gegenüber pressetext. Dunkle Schokolade habe so also eine positive Wirkung bei Herz-Kreislauferkrankungen und Krebs. Darüber hinaus habe Schokolade, wenn auch nur eine geringe, positive Auswirkung auf die Psyche. Vor allem dunkle Schokolade enthält Stoffe, die nachweislich den Serotoninspiegel im Gehirn erhöhen können. Dadurch soll das Wohlbefinden gesteigert und ein Glücksgefühl ausgelöst werden. Kurzfristig kann Schokolade auch den Blutzuckerspiegel heben und durch den hohen Zuckergehalt als Energielieferant dienen. "Als Zwischenmahlzeit wäre aber ein Stück Obst besser und gesünder", so Hofer.

Abschließend verweist Hofer darauf, dass nichts gegen den Konsum von Schokolade in kleinen Mengen sprechen würde. Hofer warnt aber davor, den Fettanteil von Schokolade zu verdrängen. Immer hin hat eine Tafel weiße Schokolade550 Kalorien und eine Tafel Milchschokolade enthält 530 Kalorien.

Quelle: pt

 

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