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Schönheitswahn : Wie wichtig ist es, "schön" zu sein?

Für Rund ein Viertel sind Schönheitskorrekturen vorstellbar

16.11.2006

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?". Diese Frage der neiderfüllten Stiefmutter wurde Schneewittchen zum Verhängnis. Aber was ist eigentlich Schönheit und wie wichtig ist sie? Marketagent.com hat den Schönheitswahn unter die Lupe genommen und knapp 5.000 Personen dazu befragt: Für 32,5 % ist das eigene Aussehen sehr wichtig, 8 % sind damit uneingeschränkt glücklich. Unzufrieden ist man dabei in erster Linie mit dem Gewicht (74 %), dem Bauch (64 %) und der "Figur allgemein" (54 %). Zur Korrektur des als störend empfundenen Makels wäre ein Viertel bereit, sich "unters Messer" bzw. "unter die Spritze" zu legen.

Das "Schönheitsdiktat" wirkt: Knapp ein Drittel der 4.697 Umfrage-Teilnehmer aus Österreich, Deutschland und der Schweiz bewerten das eigene Aussehen mit "sehr wichtig". Frauen messen dem äußeren Erscheinungsbild eine vergleichsweise höhere Priorität zu: So ist für 39 % der weiblichen, aber "lediglich" 24 % der männlichen Befragten das Aussehen von "sehr großer Bedeutung". Hat Alice Schwarzer also Recht mit Ihrer Behauptung, Schönheit sei "auch und vor allem eine Waffe gegen die Emanzipation"? In der Altersgruppe 60+ spielt das Äußere dann schon eine geringere Rolle: "nur" 19 % bewerten es mit der höchsten Wichtigkeitsnote, bei den Jugendlichen unter 20 Jahren sind es noch 39 %.

An Selbstbewusstsein mangelt es aber nicht: 3 von 4 Teilnehmer bewerten das eigene Aussehen als zumindest "eher zufriedenstellend". Dies entspricht auf einer 5-stufigen Skala einem Mittelwert von 2,3. Interessant ist in diesem Zusammenhang das umgekehrte Geschlechterverhältnis im Vergleich zur Wichtigkeit des eigenen Aussehens: Bei der Bewertung der eigenen Schönheit sehen sich die Männer knapp voran: 8,7 % der Männer und 7,5 % der Frauen sind mit dem eigenen Spiegelbild uneingeschränkt glücklich. Im Ländervergleich findet man laut dieser Selbsteinschätzung in der Schweiz die schönsten Menschen, so Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent.com: 9,1 % der Eidgenossen sind mit dem eigenen Aussehen voll und ganz zufrieden.

Die häufigsten Problemzonen sind das Gewicht (74,2 %), der Bauch (64,2 %) und ganz allgemein die Figur (53,5 %). Auf den weiteren Plätzen der "Mängel-Hitparade" bei jenen Umfrage-Teilnehmern, die mit dem eigenen Körper unzufrieden sind, folgen die Zähne (33,0 %), der Po (32,8 %) und die Beine (30,4 %). Am wenigsten Zweifel lösen Arme, Hände und der Hals aus. Interessantes Detail am Rande: Nur bei der Nase, den Haaren und den Zähnen liegen die Männer voran, sonst sind stets die Frauen kritischer mit sich selbst.

Bei der Partnerschaft spielt das Äußere aber nicht die Hauptrolle - getreu Machiavellis Maxime: "Schönes Aussehen ist Nebensache, wo es um Brauchbarkeit und Haltbarkeit geht." Hier sind charakterliche Eigenschaften (38,9 von 100 Punkten) und gemeinsame Interessen (25,6 von 100 Punkten) von größerer Wichtigkeit. Das Aussehen folgt mit 22,3 Punkten auf dem dritten Podest-Platz, noch vor der finanziellen Situation des Partners (13,1 von 100 Punkten). Bemerkenswertes Detail: Den Männern ist das Äußere des Partners überproportional wichtig, bei den Frauen ist die finanzielle Situation von größerer Bedeutung. Bemerkenswert: Dieses Muster gilt für alle Altersgruppen und auch über nationale Grenzen hinweg.

Wissenschaftliche Studien haben es belegt: Schöne Menschen sind erfolgreicher, schöne Babys bekommen mehr Zuwendung und schöne Kinder bessere Noten. Das steigert das Selbstbewusstsein und so bekommen die Schönen die besseren Jobs und die schöneren Partner. Dieser Zusammenhang scheint der Lebenserfahrung der meisten Befragten zu entsprechen: Rund ein Viertel stimmt der Aussage uneingeschränkt zu, dass esschöne Menschen im Leben leichter haben. Dieses "Survival of the Prettiest" ist durchaus ungerecht, so Thomas Schwabl von Marketagent.com: Wer kann schon etwas für seine Nase? Entsprechend genervt vom Schönheitsstress zeigen sich die Befragten: Dass das Aussehen in unserer heutigen
Gesellschaft überbewertet wird, unterstützen 40 % der Umfrage-Teilnehmer voll und ganz. Das Statement "Wahre Schönheit kommt von innen" trifft für 30 % sehr zu.

Für 25 % ist es zumindest vorstellbar, sich für die eigene Schönheit unter das Messer bzw. unter die Spritze zu legen. Frauen (32,3 %) sind dem Thema gegenüber offener, mit steigendem Alter sinkt die Bereitschaft. So können sich 31 % der 20-29-Jährigen, aber nur 14 % der 60-Jährigen eine Schönheits-Operation vorstellen. Die erstaunlich hohe Bereitschaft zu einer Schönheitskorrektur wird dadurch relativiert, dass man dabei zunächst an ein gepflegtes Gebiss denkt und sich Implantate, Veneers oder Bleaching vorstellen kann. Eine relativ große Rolle spielen bei Frauen aber auch Maßnahmen wie Fettabsaugen, Bauchstraffung, Brustverkleinerung, -vergrößerung oder -straffung. Männer dagegen wären eher zu Nasen- und Ohrenkorrekturen sowie Haartransplantationen bereit. Entschiedene Gegner von Schönheitsoperationen sind die unter 20-Jährigen und die über 50-Jährigen.

Quelle: marketagent.com

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