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Tipps und Tricks gegen lästiges Schnarchen

Lautes "Sägen" als Gesundheitsrisiko - Kleine Tricks können Abhilfe schaffen

06.03.2008

"Du schnarchst!" Dieser Satz ist wohl nachts in vielen Betten häufiger zu hören als zärtliche Liebesworte. Etwa 20 Prozent aller Menschen schlafen äußerst geräuschvoll und rauben ihren Liebsten den Schlaf. Das geht an die Nerven - und auf Dauer auch an die Gesundheit.

Wie die Zeitschrift "Ratgeber aus Ihrer Apotheke" schreibt, sind es meist die Frauen, die leiden, während ihre Männer Nacht für Nacht die Möbel "zersägen" mit einer durchschnittlichen Lautstärke von 70 Dezibel - das entspricht einem Lkw mit laufendem Motor. Warum Männer zumindest in jüngeren Jahren häufiger schnarchen als Frauen, hängt offenbar mit der Anatomie zusammen: Frauen haben einen etwas anderen Rachen- und Halsaufbau. Außerdem hält bei ihnen das weibliche Hormon Östrogen das Gaumensegel elastisch, das zu einem Gutteil für die Schnarchgeräusche verantwortlich ist: Durch die im Schlaf entspannte Mund- und Rachenmuskulatur verengen sich die Atemwege, und der Druck des vorbei strömenden Atems setzt die Weichteile in Vibration. Das Gaumensegel fängt wie ein richtiges Segel mehr oder minder heftig an zu flattern und zu knattern.

Erst jenseits der Wechseljahre, wenn der weibliche Körper die Östrogenproduktion herunterfährt, verliert auch das weibliche Gaumensegel seine Elastizität. Überflüssige Pfunde sind ein weiterer Risikofaktor. Der Speck siedelt sich nämlich nicht nur am Bauch an, sondern auch im Mund- und Rachenraum. Selbst die Zunge wird dicker, sodass im schlafmatten Zustand der Atem mühsamer seinen Weg findet. Das hört man dann.

Ab wann es gefährlich wird
Durch die nächtliche Ruhestörung leidet nicht nur die Schlafqualität des "Schnarchopfers", sondern auch die des Verursachers: Versuche mit Studenten und Schülern zeigten, dass die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit bei starkem Schnarchen abnimmt. Die Schnarcher lernten schlechter, denn erst im Tiefschlaf wird neu Gelerntes im Gedächtnis verarbeitet.

Paart sich das laute Schnarchen mit sekundenlangen Atemaussetzern, gefolgt von heftigem Röcheln und Atemholen, besteht Verdacht auf Schlafapnoe. Treten die Atemaussetzer öfter als fünf Mal pro Stunde auf und dauern sie länger als zehn Sekunden, ist die Gesundheit ernsthaft gefährdet. Der mit den Atempausen einhergehende Stress bei der Sauerstoffversorgung kann zu Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen führen. Durch die Schlafapnoe verdreifacht sich das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden.

Hilfe ist möglich
Schnarcher, die sich oft schlapp und wenig ausgeschlafen fühlen, sollten unbedingt den Hals-Nasen-Ohrenarzt aufzusuchen, um dem Problem auf den Grund zu gehen. Im Schlaflabor lassen sich harmlose Schnarcher von gesundheitlich gefährdeten unterscheiden.


Erste Hilfe gegen Schnarchen

  • Alkohol und Schlaftabletten meiden: Sie lassen die Muskeln noch stärker erschlaffen und verstärken nachweislich das Schnarchen.

  • Keine Zigaretten: Sie lassen die Schleimhaut anschwellen und verengen die Atemwege.

  • Kopfkissentest: Werfen Sie es entweder aus dem Bett, weil der abgeknickte Hals Schnarchen auslösen kann, oder lagern Sie den Oberkörper höher - auch das hilft manchen.

  • In Seitenlage schlafen: Die Rückenlage ist eine typische Schnarchposition.

  • Reduzieren Sie Ihr Übergewicht.

  • Fenster auf: Trockene Luft reizt die Schleimhäute.

  • Weniger Stress: Entspannen Sie sich vor dem Schlafengehen ganz bewusst und essen Sie am späten Abend nichts mehr.

  • Zum HNO-Arzt gehen: Liegt das Problem an einer zu engen Nase, helfen vielleicht Nasenspreizer. Bei einem zurückfallenden Unterkiefer kann sich eine Zahnschiene bewähren.

Quelle: dgk

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