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Schmerzmittel - 100 Präparate im Test

Wirkstoff-Kombinationen sind selten sinnvoll

Wer Schmerzen hat, will sie loswerden. Genau dafür gibt es Schmerzmittel. "Konsument" hat – gemeinsam mit der Stiftung Warentest – rund 100 rezeptpflichtige und -freie Präparate für leichte bis starke Schmerzen unter die Lupe genommen. 

Welche Wirkstoffe wann am sinnvollsten eingesetzt werden, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in einem dreistufigen Schema festgehalten. Es reiht die Substanzen, die international zur Schmerzbehandlung als geeignet angesehen werden, nach ihrer Wirkstärke. In seiner aktuellen Ausgabe 9-2004 bewertet "Konsument" Präparate der Stufen 1 und 2 – sie sind für leichte bis mäßig starke bzw. mittelstarke bis starke Schmerzen vorgesehen. Beurteilt wurde die Eignung der Mittel für das jeweils beanspruchte Anwendungsgebiet. In der nächsten Ausgabe veröffentlicht das Verbrauchermagazin dann die Ergebnisse jener Präparate, die in Stufe 3 fallen und zur Behandlung von starken Akutschmerzen oder anhaltenden Tumorschmerzen eingesetzt werden.

Als "Allrounder" bei alltäglichen Schmerzen ist der Wirkstoff Ibuprofen lt. den Konsument-Testern erste Wahl, weil er sich für alle Schmerzarten eignet und die wenigsten Anwendungsbeschränkungen hat. Präparate mit den Substanzen Acteylsalicylsäure (ASS) und Paracetamol sind zwar gut erprobt und zählen ebenfalls zu geeigneter Standardtherapeutika, bestimmte Risikogruppen (beispielsweise bei gestörter Leberfunktion oder Magen-Darm-Problemen) greifen aber besser auf andere Schmerzmittel zurück.

Nur mit Einschränkung geeignet ist hingegen das ASS-Präparat "Aspirin 500 mg – Kautabletten". Im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln birgt dieses ein höheres Risiko, da es zur Einnahme ohne die notwendige Flüssigkeit verleitet. Wenig geeignet sind auch ASS/Paracetamol-Kombinationspräparate wie etwa "Thomapyrin-Tabletten", deren Wirkstoffe sich nicht sinnvoll ergänzen und daher keinen zusätzlichen therapeutischen Nutzen aufweisen. Bei den meisten Kombinationspräparaten erhöht sich nicht die Wirkstärke, vielmehr kommen Gegenanzeigen und Nebenwirkungen beider Stoffe zum Tragen, so das Verbrauchermagazin. Ausnahme: Codein verstärkt den Wirkstoff Paracetamol – eine Einnahme dieser beiden Substanzen macht daher bei starken Schmerzen Sinn.

Medikamente mit dem Wirkstoff ASS sind rezeptfrei, während bei einigen Paracetamol- und Ibuprofen-Präparaten eine Verschreibung vom Arzt erforderlich ist. Ausschließlich auf Rezept gibt es Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Codein und Tramadol. Sie eignen sich für mäßige bis starke Akut- und Tumorschmerzen, sind jedoch schwächer als Morphin.

Die Substanz Metamizol steht im Verdacht, lebensbedrohliche Nebenwirkungen hervorzurufen. In vielen Ländern sind Metamizol-Präparate daher nicht mehr zugelassen – in Österreich werden die rezeptpflichtigen Schmerzmittel unter anderem noch zur kurzfristigen Behandlung von akuten, starken Schmerzen eingesetzt. "Konsument" rät jedoch, Metamizol nur dann anzuwenden, wenn andere Medikamente nicht infrage kommen.

Die September-Ausgabe 2004 präsentiert eine ausführliche Übersicht der getesteten Präparate, klärt über Anwendung, Risiken und Nebenwirkungen auf und liefert zudem wertvolle Hinweise für den Einsatz von Schmerzmitteln bei Kindern. Detaillierte Preisangaben für alle Verpackungsgrößen ermöglichen dem Leser auch einen Kostenvergleich. Den kompletten Test gibt`s auch auf der Webseite des Verbrauchermagazins im Internet ...


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Die Informationen auf dieser Seite dürfen keinesfalls als Ersatz für eine ärztliche Beratung oder Behandlung herangezogen werden. Ebenso dürfen Sie diese Inhalte nicht dazu verwenden, eigene Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Gesundheit haben, sollten Sie auf jeden Fall mit Ihrem Arzt sprechen!

 

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