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Schlaganfall

Zweithäufigste Todesursache - Warnsignale werden oft ignoriert


15.01.2009

Wenn unvermittelt, also schlagartig, bestimmte Funktionen des Gehirns ausfallen, spricht man von einem Schlaganfall und der fragt nicht nach dem Alter, so dass praktisch jeder von uns getroffen werden kann. Jährlich erleiden über 20.000 ÖsterreicherInnen einen Schlaganfall. Bei Frauen gehen rund 15 Prozent der Todesfälle auf einen Schlaganfall zurück, bei Männern sind es rund 10 Prozent. Damit ist der Schlaganfall die zweithäufigste Todesursache in Österreich und die häufigste Ursache für bleibende Behinderungen. Jeder zweite Betroffene befindet sich im erwerbsfähigen Alter. Etwa ein Drittel der Schlaganfallüberlebenden ist nach dem Insult abhängig.

Ein Schlaganfall tritt in Folge einer plötzlich auftretenden Durchblutungsstörung des Gehirns ein. Ursache für eine solche Durchblutungsstörung ist in 80 bis 90 Prozent der Fälle eine akute Verstopfung eines Gefäßes im Gehirn durch ein Blutgerinnsel. In bis zu 20 Prozent der Fälle wird der Schlaganfall durch einen Einriss eines Gefäßes im Gehirn mit nachfolgender Gehirnblutung verursacht.

Hoher Blutdruck, Diabetes, Hyperlipidämie und Rauchen stellen Risikofaktoren für einen Schlaganfall dar. Im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung wird nach diesen Risikofaktoren gefahndet. Gesundheitsförderung und Präventionsmaßnahmen sollen helfen, diese Risikofaktoren zurückzudrängen.

Bevor es zu einer Attacke kommt, gibt es ganz häufig Warnsignale aus dem Gehirn. Dazu zählen Seh- oder Sprachstörungen, zum Beispiel eine verwaschene Sprache, Schwindelgefühle, Lähmungen, Taubheitsgefühle, zum Beispiel an den Händen oder auch eine Gesichtslähmung. Man sollte bei solchen Symptomen sofort den Notarzt rufen, denn es ist nur im Nachhinein feststellbar, ob es sich um eine vorübergehende Durchblutungsstörung oder einen richtigen Schlaganfall handelt. Der einzige Unterschied ist die Dauer der Symptome. Bei einer vorübergehenden Durchblutungsstörung dauern die Beschwerden oft nicht länger als 30 Minuten und das führt dann auch dazu, dass die Beschwerden häufig nicht ernst genommen werden.

Schlaganfall ist Notfall. Für das Handeln stehen nur 180 Minuten zur Verfügung. Jede Minute danach vergrößert die Wahrscheinlichkeit einer bleibenden Behinderung beim Betroffenen. Dem Notarzt muss es gelingen, den Sauerstofftransport zum ischämischen Gehirn raschest möglich wieder herzustellen. Ferner müssen nicht gehirnbezogene Sekundärprobleme, wie z.B. Kreislaufprobleme, Hypoxien, Stoffwechselentgleisungen oder Elektrolystörungen, behandelt werden, da diese das Ausmaß der Schädigungen durch den erlittenen Schlaganfall weiter vergrößern können. Bei Verdacht auf einen Schlaganfall ist also rasches Handeln dringend erforderlich!

Man kann aber eine ganze Menge tun, um einem Schlaganfall vorzubeugen, denn es gibt kaum eine Erkrankung, bei der sich soviel durch Vorsorge bewirken lässt. Man kann etwa 80 % der Schlaganfälle durch Korrekturen am Lebensstil vorbeugen: Gesund leben, Übergewicht abbauen, nicht rauchen und vor allem viel bewegen. Bewegung hat den Effekt, dass sie Diabetes, Bluthochdruck und auch schlechten Blutfettwerten, also erhöhten Cholesterinwerten, vorbeugt. Und das sind alles Faktoren, die ihrerseits wieder das Schlaganfallrisiko und auch das Risiko für eine vorübergehende Durchblutungsstörung erhöhen.

Weitere Informationen zum Thema Schlaganfall erhalten Sie auf der Webseite der Schlaganfallhilfe Österreich.


 

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