Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Genesung nach Schlaganfall bei Frauen oft schlechter

Schlaganfall-Symptome werden oft nicht oder erst spät erkannt

20.09.2007

Die Zahlen sind schockierend: Nur jede zweite Frau, die nach einem akuten Schlaganfall aus dem Krankenhaus entlassen wird, kann nach einem Vierteljahr ihre Alltagsaktivitäten vollständig und unabhängig wieder aufnehmen. Bei Männern dagegen sind es fast siebzig Prozent. Das zeigt eine neue amerikanische Studie.

Die Gründe für das schlechtere Abschneiden der Frauen nach Schlaganfällen dürften sowohl in der Biologie als auch in der medizinischen Versorgung liegen: So sind Frauen im Mittel 75 Jahre alt, wenn sie einen Schlaganfall erleiden, Männer dagegen nur 68 Jahre. Aber ganz unabhängig vom Alter verlaufen Schlaganfälle bei Frauen auch oft schwerer als bei Männern. Denn bei Frauen liegt die Ursache eines Schlaganfalls oftmals in einer Herzrhythmusstörung, die sich am häufigsten als Vorhofflimmern bemerkbar macht.

Auch bei der medizinischen Akutversorgung kann es bei Frauen zu Verzögerungen kommen. Zwar weisen Frauen in der Regel eines der klassischen Schlaganfallsymptome wie zum Beispiel plötzliche halbseitige Lähmungen oder Sehstörungen auf. "Bei Frauen finden sich jedoch gehäuft seltenere Symptome wie Bewusstseinsstörungen, Schmerzen, Missempfindungen oder Verwirrtheit. Das kann dann dazu führen, dass nicht sofort an einen Schlaganfall gedacht wird. Möglicherweise liegt es daran, dass es bei Frauen länger dauert bis sie ins Krankenhaus kommen", betont Professor Rolf Schneider, Wissenschaftlicher Beirat der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe. Solche geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Akutversorgung sind bei Patienten mit Herzinfarkten schon lange bekannt. Bei Schlaganfallpatienten scheint es sie auch zu geben, wenn auch nicht ganz so ausgeprägt.

Jeder Schlaganfall ist ein Notfall, aber noch immer dauert es viel zu lange, bis Patienten mit einem Schlaganfall einen Spezialisten zu Gesicht bekommen. Wenn bei einem selbst oder bei einem Angehörigen oder Bekannten plötzlich Lähmungen, Sprachstörungen oder Sehstörungen auftreten, dann sollte niemand lange fackeln, sondern gleich zum Telefon greifen und die Notrufnummer 144 (bzw. im Ausland den Euro-Notruf 112) wählen.

Quelle: news aktuell

Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...