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Schlafmittel sind schlecht für das Gedächtnis

Im Schlaf werden Eindrücke und Informationen längerfristig im Gedächtnis verankert

01.02.2007

Bis ins hohe Alter ist unser Gehirn in der Lage, neues Wissen zu verarbeiten und zu speichern. Wenn man etwas lernt, dann bilden die Nervenzellen im Gehirn neue Verknüpfungen. Je mehr wir unseren Kopf trainieren, desto dichter wird dieses Netz.

Die Verknüpfungsvorgänge der Nervenzellen dauern oft viele Stunden. Während des Wachzustandes muss das Gehirn auf unterschiedliche Reize reagieren und sie verarbeiten. Deshalb werden viele Informationen erst einmal kurzfristig gespeichert. Im Schlaf werden die lockeren Nervenverknüpfungen dann erneut aktiviert und so Eindrücke und Informationen längerfristig im Gedächtnis verankert.

Man geht heute davon aus, dass im Tiefschlaf die Verschiebearbeit der gespeicherten Daten stattfindet. Das Ordnen, Sortieren und Strukturieren erfolgt dann in der Traumphase. "Aber nicht jeder Schlaf ist für unser Gedächtnis von gleicher Bedeutung", erklärt Prof. Dr. Hans Georg Nehen, Direktor der Klinik für Geriatrie des Elisabeth-Krankenhauses Essen. "Schlafmittel sind schlecht für die Behaltensfähigkeit. Je nach Wirkdauer kann es noch am Folgetage zu einer Konzentrationsbeeinträchtigung kommen. Darüber hinaus behindern Schlaftabletten das Gehirn bei seiner Speicherarbeit. Alle heute existierenden Mittel verändern in unterschiedlicher Weise das Schlafmuster. Je nach Medikament nimmt der Anteil des besonders erholsamen Tiefschlafes, aber auch des Traumschlafs ab. Da die abwechselnden Schlafphasen aber für das Verschieben und Sortieren der Daten im Gehirn unentbehrlich sind, kann ein künstlich herbeigeführter Schlaf für unsere geistige Fitness niemals so gut sein wie der natürliche."

Quelle: EKE

 

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