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Schlecht Schlafen kann Schmerzen verstärken

Therapie gegen Schlafschwierigkeiten könnte die Schmerzen lindern

16.04.2007

Unregelmäßiger Schlaf könnte dafür verantwortlich sein, dass Personen tagsüber mehr unter Schmerzen leiden: Das Schmerzempfinden erhöht sich, wenn es beim Schlafen immer wieder zu Unterbrechungen kommt, berichten Forscher der Johns Hopkins University auf Grundlage einer Studie. Zu den Betroffenen zählen etwa Personen mit Schlafstörungen, Gesundheitspersonal mit Bereitschaftsdienst oder Eltern mit kleinen Kindern.

Die Wissenschafter untersuchten 32 gesunde Frauen sieben Nächte lang. In der ersten Nacht durften die Teilnehmerinnen acht Stunden ohne Unterbrechung schlummern. Für die folgenden Testnächte wurden die Probandinnen einer von drei Gruppen zugeteilt: Die erste Gruppe diente zur Kontrolle und kam weiterhin acht Stunden lang ungestört zur Ruhe, die zweite Gruppe wurde einmal pro Stunde, insgesamt achtmal, aus dem Schlaf gerissen, die dritte Gruppe musste teilweisen Schlafentzug in Kauf nehmen, indem sie erst später zu Bett gehen durfte.

Eine Therapie, zwei Effekte?

Während des Studienzeitraums testeten die Forscher das Schmerzempfinden der Teilnehmerinnen. Bei jenen Frauen, die regelmäßig aus dem Schlaf gerissen wurden, zeigte sich dieses erhöht - im Gegensatz zu den Probandinnen aus den beiden anderen Gruppen. Es sei nicht der Schlafverlust an sich, sondern die Unterbrechung des Schlafes, die den Unterschied mache, schließt Studienleiter Michael Smith. Die Unterbrechungen beeinflussen vermutlich die Regulierung der Schmerzwahrnehmung im Körper, so der Wissenschafter.

Bei Personen mit chronischen Schmerzen dürften wiederholte nächtliche Wachphasen daher die Beschwerden verstärken. Eine Therapie gegen Schlafschwierigkeiten könnte bei solchen Patienten folglich auch die Schmerzen lindern, folgert Smith.

Quellen: Netd, Reuters

 

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