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Empfänglich für Scheiden-Infektion ?

In bestimmten Lebensphasen sind Frauen anfälliger

13.09.2006

Es gibt Phasen im Leben einer Frau, da ist sie empfänglicher für Scheideninfektionen als in anderen Zeiten. Univ.-Prof. Dr. Armin Witt erläutert, wann das mikrobielle Gleichgewicht der Scheide gestört ist.

In der gesunden Scheide befinden sich in geringer Zahl Hefepilze und pathogene Keime und in hoher Anzahl Milchsäurebakterien (Lactobacillus rhamnosus, Lactobacillus acidophilus, Döderlein-Bakterien etc.), die ein leicht saures Scheidenmilieu schaffen, um einen Schutz vor Krankheitserregern zu bieten. Wenn die Anzahl der Milchsäurebakterien ab und die der Pilze und krankmachenden Bakterien zunimmt - also das mikrobielle Gleichgewicht der Scheide gestört ist - kommt es zu einer Scheideninfektion (Entzündung von Scheide und Scheideneingang). "Diese geht mit sehr unangenehmen Beschwerden einher, wie Juckreiz, Brennen und Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Oft begleitet von dickflüssigen, weißlichen Ausfluss", so Univ.-Prof. Dr. Witt, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Wien und Gründer des Akutservices "Gyninfekt".

Tropisches Klima im betroffenen Bereich

Der Scheidenbereich ist grundsätzlich feucht und warm - die optimale Umgebung für Pilze. Dieses pilzfreundliche Klima wird durch verschiedenes verstärkt: zu enge Kleidung, luftundurchlässige Slipeinlagen, Slips aus Kunstfasern oder mit Weichspüler behandelte Unterwäsche.

Übermäßige Intimhygiene

Übertriebene oder auch falsche Intimhygiene mit desinfizierenden, aggressiven Waschlotionen zum Beispiel, können die natürliche Scheidenflora sowie den Säureschutzmantel schädigen. Dies wiederum erleichtert das Eindringen von Krankheitserregern.

Wenn die Hormone verrückt spielen

Jede starke hormonelle Veränderung einer Frau beeinflusst die Mikroorganismen in der Scheide. In der Schwangerschaft beispielsweise erleichtert der erhöhte weibliche Hormonspiegel (Östrogen und Gestagen) den Pilzen eine ungehemmte Vermehrung. Diese Erhöhung des Hormonspiegels tritt auch bei pubertierenden Mädchen ein - oftmals begleitet von einem Scheidenpilz. Auch die Antibabypille, die Östrogene und Gestagene enthält, kann Ursache einer Scheidenpilzinfektion sein. Wobei die wesentlich höher dosierte "Pille danach" häufiger eine Vaginalmykose nach sich zieht.

Nach einer Antibiotika-Therapie

Antibiotika dienen der Wachstumshemmung sowie Abtötung von krankmachenden Bakterien. Sie vernichten aber nicht nur die krankmachenden "schlechten" Bakterien, sondern schädigen auch nützliche Bakterien, die für den reibungslosen Ablauf unserer Körperfunktionen notwendig sind. Die "guten" Milchsäurebakterien, die in der Scheide eine Art Schutzbarriere produzieren und das Eindringen von Krankheitserregern verhindern, werden durch die Antibiotikaeinnahme genauso vernichtet und es kann leicht zu einer unangenehmen und oft schmerzhaften Infektion im Vaginalbereich kommen. Univ.-Prof. Dr. Witt: "Deshalb ist eine Sanierung der Scheidenflora nach jeder Antibiotikaeinnahme dringend anzuraten!"

Wenn die Nerven strapaziert sind

Stress und Ärger, Probleme im Beruf oder mit dem Partner - diese psychischen Faktoren spielen oftmals eine gewichtige Rolle bei Scheideninfektionen.

Prävention & Therapie

"Eine gesunde Scheidenflora kann mit laktobazillenhaltigen Scheidenkapseln wieder hergestellt werden", so Univ.-Prof. Dr. Witt. "Diese guten Bazillen besetzen die Scheidenwand, verdrängen und bekämpfen Dank ihrer teilweise antibiotischen Eigenschaften viele Krankheitserreger." Gynophilus Scheidenkapseln (rezeptfrei in der Apotheke zu erhalten) können als natürlicher Schutz gegen schädliche Bakterien und Pilze sowohl zur unterstützenden Behandlung, als auch prophylaktisch - also zur Vorbeugung - von Scheiden- und Harnwegsinfektionen, eingesetzt werden.

Zusätzlich zur Gabe von laktobazillenhaltigen Scheidenkapseln ist es besonders ratsam den Intimbereich sanft zu reinigen und zu pflegen. Mit milchesäurehaltigen Intimpflegeschaum zum Beispiel.

Quelle und weitere Infos: gesundescheide

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