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Scharf sehen mit Obst und Gemüse

Antioxidanzien beugen der Makuladegeneration vor

11.01.2006

Dass man mit zunehmendem Alter weniger sieht,  betrachten wir als normalen Prozess. Viele ältere Menschen mit Altersfehlsichtigkeit finden sich häufig noch in ihrer Umgebung zurecht, verlieren aber an Lesefähigkeit und Fahrtüchtigkeit und haben Schwierigkeiten beim Erkennen von Personen. Diese Symptome können auf eine ernsthafte Erkrankung hinweisen: die altersabhängige Makuladegeneration. Sie ist eine der häufigsten Ursachen für eine starke Sehbehinderung bei älteren Menschen in den Industrieländern. Eine ausreichende Versorgung an Antioxidanzien mit der Nahrung kann die Augen möglicherweise vor dieser Sehstörung schützen. Zu diesem Ergebnis kamen niederländische Forscher in einer Studie mit über 4.000 Teilnehmern, die alle 55 Jahre oder älter waren.

Die Wissenschaftler befragten die Probanden zu Studienbeginn zu ihren Ernährungsgewohnheiten. Nach einem Zeitraum von über acht Jahren wurde bei 560 Teilnehmern eine Makuladegeneration diagnostiziert. Das Forscherteam beobachtete dabei einen Zusammenhang zwischen der Erkrankungswahrscheinlichkeit und der Versorgung mit Antioxidanzien: Die Probanden, deren Zufuhr an Beta-Carotin, Vitamin C und E sowie Zink über dem Durchschnitt lagen, hatten ein um 35 Prozent geringeres Risiko an Makuladegeneration zu erkranken.

DieMakula - auch "gelber Fleck" genannt - ist ein kleines Areal auf der Netzhaut in der Mitte des Augenhintergrunds. Dieser Fleck ist für das scharfe Sehen verantwortlich. Die Ursachen für die Makuladegeneration sind noch nicht eindeutig geklärt. Offensichtlich spielen mit dem Alter zunehmende Ablagerungen, die sich in einer Gewebeschicht unterhalb der Netzhaut im Laufe des Lebens ansammeln, sowie Stoffwechselstörungen in der Netzhaut eine Rolle. Erste Anzeichen zeigen sich häufig beim Lesen: Buchstaben verschwimmen, gerade Linien erscheinen verbogen. Später taucht in der Mitte des Sehfeldes ein Fleck auf, der sich mit der Zeit immer weiter vergrößert. Die Betroffenen werden zwar nicht blind, sie können aber nicht mehr scharf sehen. Lesen oder Autofahren fällt ihnen zunehmend schwer, was die Lebensqualität stark einschränkt. Die derzeitigen Behandlungsmöglichkeiten können die Erkrankung nur verlangsamen, jedoch nicht stoppen.

Frühere Untersuchungen hatten bereits positive Wirkungen hochdosierter Nahrungsergänzungsmittel mit Antioxidanzien gezeigt. Die Ergebnisse der vorliegenden Studie deuten allerdings darauf hin, dass die Antioxidanzien auch in den Mengen wirken, wie sie täglich mit der Nahrung aufgenommen werden. Die Autoren berichten sogar, dass die Zufuhr von Nahrungsergänzungsmitteln keinen Einfluss auf das Krankheitsrisiko ausübte. Demnach sind also nicht nur Karotten gut für die Augen, sondern auch grünes Blattgemüse, Zitrusfrüchte, Pflanzenöle, Nüsse, Getreide, Fleisch und Milchprodukte - eine ausgewogene Mischkost eben.

Quelle: aid

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