Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Scham-Gefühle machen den Menschen sozial

Der richtige Umgang mit Scham-Gefühlen kann die Persönlichkeit wachsen lassen.

20.01.2009

Erst die Scham macht den Menschen zu einem sozialen Wesen. Das berichtet das P.M. MAGAZIN in seiner aktuellen Ausgabe (02/2009). Ähnlich wie Schuldgefühle oder Empathie zählen Forscher die Scham heute zu den "prosozialen" Emotionen. "Ohne sie wären wir alle Soziopathen, und es gäbe keine menschliche Gesellschaft", erklären die Ökonomen Samuel Bowles und Herbert Gintis.

US-Studien belegen zudem, dass beschämende Strafen häufig wirkungsvoller sind als Gefängnis. Vor allem Kleinkriminelle lassen sich eher durch öffentliche Bloßstellung abschrecken als durch harte Gerichtsurteile.

Die meisten Therapeuten wollen Scham-Gefühle nicht beseitigen. "Scham kann - wie andere seelische Probleme auch - Ausgangspunkt einer gesunden seelischen Entwicklung sein, wenn man sich mit ihr bewusst und unter professioneller Begleitung auseinandersetzt. Sie lädt dazu ein, sich selbst in den Eigenarten zu akzeptieren, ja wertzuschätzen", betont Herbert Mück, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Köln. "Scham fördert Kreativität, wenn sie - wie jedes andere Problem auch - zu besonderen Lösungen motiviert oder stimuliert." Es habe sich beispielsweise bewährt, sich bewusst und oft zu zeigen, um verringertes Selbstwertgefühl zu kompensieren.

Scham, zugelassen oder kanalisiert, kann den Menschen also wachsen lassen. Wenn wir uns nur erlauben würden, uns nicht für einen roten Kopf zu schämen, der deswegen rot wurde - weil wir uns schämen ;-)

Quelle: news aktuell

Persönlicher Bereich: