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Zum Frühjahrsputz in die Sauna

Richtiges Saunieren ist gesund für Gefäße , Nerven und Haut

10.04.2006
 
Noch ist nicht viel von der wärmenden Frühjahrssonne zu spüren. Die richtige Zeit für ein angenehmes Aufwärmen des Körpers in der Sauna. Zumal saunieren zudem auch noch schön macht und gesund ist.

Durch die feuchte heiße Luft beginnen die Schweißdrüsen sofort zu arbeiten. Nach einigen Minuten schwitzen wir spürbar. Und dabei verlieren wir ordentlich Wasser. Pro Saunabad - mit drei Durchgängen - ist es ein halber bis ein Liter. Mit dem Ausscheiden von Wasser werden auch Schmutz- und Fettpartikel aus den Hautporen geschwemmt.

Auf Hitze reagiert der Körper weiters so, dass er die äußeren Blutgefäße weit stellt, um Körperwärme nach außen abzuleiten. Bei der anschließenden kalten Dusche ziehen sich die Gefäße aber schnell wieder zusammen. Denn jetzt wollen sie die Wärme im Körper bewahren. Wenn dies mehrmals nacheinander stattfindet, kann man von einem richtigen Gefäßtraining sprechen.

Das Gefäßtraining verhindert, dass sich die Blutgefäße krampfartig zusammenziehen, wenn wir ins Kalte kommen. So bleiben die Schleimhäute im Rachenraum immer gut mit Blut versorgt: Es stehen immer ausreichend viele weiße Blutkörperchen zur Abwehr von Krankheitserregern bereit.

Auch unseren Nerven kommt das Saunieren zu Gute. Während des Schwitzbades wird der anregende Sympathikus gefordert, der die Anpassungen der Gefäße steuert. In den Ruhephasen kommt sein Gegenspieler, der beruhigende Nervus Vagus zu seinem Recht. Aus diesem Grund sind fleißige Saunagänger entspannter und können besser schlafen.

Damit sich auch alle positiven Effekte eines Saunabades entfalten können, hier einige Tipps:

  • Nehmen Sie ein Liegetuch, zwei Badetücher, Bademantel, Badeschuhe, eine pH-neutrale Waschlotion, kalorienarme Getränke und Hautpflege für danach sowie etwa zwei Stunden Zeit mit.

  • Vor dem ersten Gang sollten Sie duschen. Gehen Sie aber nicht nass in die Sauna, sonst muss erst noch das Wasser auf dem Körper verdunsten, bevor Sie richtig zu schwitzen beginnen.

  • Wählen Sie als Neueinsteiger die unterste Bank, hier ist die Temperatur am niedrigsten. Später dann ist die zweit- oder drittoberste Bank am besten. Der Platz für die Hartgesottenen ist natürlich ganz oben.

  • Legen Sie sich möglichst auf den Rücken - aber bitte immer ein Handtuch unterlegen, auch unter die Füße! -, weil sich so der Körper auf der ganzen Linie in einer Temperaturzone befindet.

  • Bleiben Sie 8 bis 12 Minuten, je nachdem wie Sie sich dabei fühlen, im Saunaraum. Bevor Sie ihn verlassen, sollten Sie sich für eine Minute aufsetzen, um Ihren Kreislauf zu schonen.

  • Kühlen Sie sich nach jedem Saunagang ab. Sie können sich nackt ins Freie oder in den Frischluftraum stellen. Oder Sie wählen die kalte Dusche, von denen es in einigen Saunen die verschiedensten Varianten gibt. Selbstverständlich können Sie auch das Tauchbecken benutzen.

  • Nach dem Abkühlen kommt das Ruhen. Trinken ist bei der letzten Nachruhe erlaubt. Um den Mineralstoffverlust auszugleichen, sollten es isotonische Getränke sein wie gespritzter Apfelsaft oder ein alkoholfreies Bier. Üblich sind zwei oder drei Saunagänge während eines Saunabesuchs.

  • Wer stark verkühlt und fiebrig ist, sollte auf die Sauna verzichten. Rücksprache mit dem Arzt ist bei Asthmatikern und Menschen mit Hauterkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion und Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu nehmen. Bei Herzschwäche, schwerwiegenden Herzrhythmusstörungen und nach einem Herzinfarkt ist der Saunabesuch aber untersagt.

  • Wer unter leichtem Bluthochdruck leidet, darf in die Sauna gehen. Durch die Weitstellung der äußeren Blutgefäße sinkt der Blutdruck erst einmal. Wird dieser Effekt durch regelmäßige Saunabesuche trainiert, kann dies auch eine dauerhafte Blutdrucksenkung zur Folge haben. Fragen Sie aber vorher Ihren Arzt!

Quelle: Reuters Health

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