Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Risiken für Senioren beim Tennisspielen

Der gesundheitliche Wert des Sportes steht im Vordergrund

07.03.2006

Für die meisten älteren Tennisspielerinnen und Tennisspieler steht der gesundheitliche Wert ihres Sportes im Vordergrund, auch wenn sie sich genauso darüber freuen, wenn sie ein Match gewinnen.
 
Der Blick auf die Waage und die Tatsache, dass man nach einem Tennismatch Gewicht und nicht nur das Match verloren hat, machen auch eine Niederlage erträglicher. Man darf allerdings nicht vergessen, dass der Gewichtsverlust in erster Linie auf den Flüssigkeitsverlust zurückzuführen ist und sich der Erfolg auf der Waage nach dem Genuss eines wohlverdienten Krügerls und weiterer Abdeckung des erhöhten Flüssigkeitsbedarfes sehr bald in Luft auflöst. Zur Beruhigung sei aber auch vermerkt, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch ein Fettabbau möglich ist.

Fett wird erst ab einer aeroben Belastungsdauer von ca. 30-45 Minuten merklich abgebaut.

Die Belastungsintensität sollte in dieser Zeit in einem mittleren Bereich bei Pulsfrequenzen um ca 110/min für einen 55jährigen liegen. In diesem Fall erfolgt die Energiebereitstellung aerob, d.h. in erster Linie durch den durch die Atemluft zugeführten Sauerstoff. Bei höherer Belastungsintensität, die sich durch erhöhte Pulswerte bemerkbar macht (maximale Pulswerte bei 55jährigen sollten 150/min nicht wesentlich übersteigen), greift der Körper nämlich auf die Energiebereitstellung aus dem Kohlenhydrathaushalt (Glykogenspeicher) zurück. Man nennt diese Art der Energiebereitstellung anaerob und es kommt dabei zur Laktatproduktion (Milchsäurebildung) und einer Leerung der Glykogenspeicher in der Muskulatur. Die Fettverbrennung ist dabei ein zu vernachlässigender Faktor, so dass es zu keinem dauerhaften Abbau der Depotfette und dem erwünschten Gewichtsverlust kommt. Allerdings kommt es bei regelmäßigem und richtig dosiertem anaeroben Training zu einem anderen willkommenen Trainingseffekt, dem Muskelwachstum.

Wer also 3 - 4 mal wöchentlich 1 Stunde "sportlich" Tennis spielt, der wird zwar sein Muskelprofil nur marginal verbessern, dafür aber kein zusätzliches Fett ansetzen sondern bereits vorhandenes verbrennen und damit - vorausgesetzt er ernährt sich gesundheits- und kalorienbewusst - unter der Fettschicht eventuell bereits/noch vorhandene Muskel wieder sichtbar machen.

Viele Senioren vergessen, dass ihre Muskulatur mit fortschreitendem Alter schwächer wird und Sehen und Bänder verletzungsanfälliger sind.

Sie sollten daher neben dem guten Aufwärmen auch beherzigen, dass schnelle Sprints vor allem in Ermüdungsphasen zu Muskelfasereinrissen (Zerrungen) im schlechtesten Fall sogar zu Muskelrissen oder Bänderverletzungen führen können. Neben dem Tennisspielen sollten sie daher ein begleitendes Training zur Muskelkräftigung betreiben. Dieses kann in einem Fitnesscenter erfolgen, man kann sich aber auch ein Standardprogramm zurechtlegen, das man zuhause absolvieren kann.

Beispiel:

Jede Übung 20 Sekunden mit submaximaler/90%iger Intensität und 30 Sekunden Pause zwischen den Übungen

  1. Liegestütz
  2. Situps (Bauchmuskelübung): Rückenlage, Beine angezogen, Hände hinter dem Kopf verschränkt. Aufrichten des Oberkörpers bis die Ellbogen die Knie berühren.
  3. Hocksprünge: Arme in Vorhalte, Knie werden so hoch als möglich angehockt.
  4. Liegestütz rücklings: Hände auf einer Bank, Füße auf dem Boden, Bauch nach oben
  5. Schrittwechselsprünge auf eine Stufe, Arme hinter dem Kopf verschränkt

Je nach konditionellem Zustand wird dieses Programm einmal bis 4 x hintereinander mit einer Pause von 2 Minuten nach einem Durchgang durchgeführt. Auf jeden Fall aber nicht gleich mit 4 x beginnen, wenn man nicht gut trainiert ist!

Und abschließend noch einen technischen Tipp für Senioren, der verhindern kann, dass man sich beim Sprinten nach Stoppbällen verletzt: Wie man weiß, kennen im Seniorentennis auch die besten Freunde kein Mitleid und spielen jenen, die sich mit dem Laufen schwer tun, besonders gerne Stoppbälle. Nun ist es leichter gesagt als getan, dass man durch lange Bälle an die Grundlinie des Gegners dessen Stoppball entschärfen kann. Leichter ist es, wenn man gegen nicht allzu druckvoll spielende Gegner von allem Anfang an von der Grundlinie oder vielleicht sogar vom Feld aus spielt und nicht ständig ca. 2 Meter hinter der Grundlinie den Ball erwartet. Dann wird der Stoppball leichter erreichbar und die Verletzungsgefahr sinkt.

Quelle: 1. KTV

Persönlicher Bereich:
 
 
Hinweis zur Nutzung von Cookies: Diese Website nutzt Cookies zur Bereitstellung von personalisierten Inhalten, Anzeigen, Inhalten von sozialen Medien und zur Analyse des Benutzerverhaltens. Die mit Hilfe von Cookies gewonnenen Daten werden von uns selbst sowie von uns beauftragten Partnern in den Bereichen soziale Medien, Online-Werbung und Website-Analyse genutzt. Durch den Besuch unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. ganzen Hinweis lesen...
Mehr erfahren...