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Rheuma-Zelt : Info-Tour durch Österreich gestartet

Kostenlose Beratung durch Fachärzte als wichtiger erster Schritt

13.07.2006

Auch heuer setzt die Österreichische Gesellschaft für Rheumatologie(ÖGR) ihre breit angelegte Aufklärungs- und Informationskampagne fort. Einmal mehr sollen die kommenden Monate ganz im Zeichen der Aufklärung und Information zur Volkskrankheit Rheuma stehen, sind sich Gesundheitspolitik, Ärzteschaft und Patientenvertreter einig. Im Juli 2006 startet das "Rheuma-Zelt" seine Tour in Wien beim Burgtheater, im Lauf des Jahres soll es in den Bundesländern möglichst viele Menschen niederschwellig und wohnortnahe aufklären und beraten. Bei einer Pressekonferenz in Wien wurden heute die geplanten Aktivitäten und aktuellen Forderungen der "Aktion 2006 - Kampf dem Rheuma" vorgestellt.  

Die Zahl der Betroffenen ist enorm hoch. In Österreich leiden rund zwei Millionen Menschen an einer der zahlreichen Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis - praktisch jede Familie ist betroffen. Mit dramatischen Folgen: Rheumatische Erkrankungen bedeuten im allgemeinen eine geringere Lebenserwartung von bis zu zehn Jahren, die sich unter adäquater Behandlung normalisiert.
 
Es ist wichtig, dass die Betroffenen darüber informiert sind, dass gegen entzündliche Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates hochwirksame innovative Medikamente verfügbar sind. Rheumatische Krankheiten können aber nicht nur die Gelenke zerstören, sondern auch mit extremen Schmerzen einher gehen, weshalb hier auch die Schmerztherapie einen zentralen Stellenwert hat.
 
Im "Rheuma-Zelt" stehen Rheumatologen für individuelle Beratungsgespräche unter "vier Augen" zur Verfügung. Ein wichtiges Motiv für den niederschwelligen Ansatz: Gerade bei Rheuma ist eine möglichst frühzeitige und kompetente ärztliche Betreuung für den weiteren Krankheitsverlauf besonders wichtig, damit Betroffene optimal von der breiten Palette wirksamer Therapien profitieren können. Doch davon sind viele Rheuma-Patienten weit entfernt, wie die Auswertung der Beratungsdaten der Vorjahresaktion zeigt. "42 Prozent der Patientinnen und Patienten, die wir 2005 im Rheuma-Bus beraten haben, hat wegen der rheumatischen Beschwerden zuvor noch nie einen Arzt aufgesucht, obwohl sie durchschnittlich mehr als 7,5 Jahre unter diesen Beschwerden gelitten hatten und die Schmerzen mit rund 60 Prozent von 100 als maximal vorstellbarer, unerträglicher Schmerz angegeben wurden", fasst Univ.-Prof. Dr. Marcus Köller von der klinischen Abteilung für Rheumatologie am Wiener AKH die bisherigen Erfahrungen zusammen. "Nicht einmal sechs Prozent der Betroffenen waren bei einem Rheumatologen in Betreuung."

Wenn die Betroffenen nicht zu den Rheumatologen kommen, dann müssen die Rheumatologen eben zu den Menschen gehen, sei daher das Motto der Aufklärungsinitiative der ÖGR mit dem Rheuma-Zelt, so Prof. Köller: "So können wir Menschen mit Beschwerden im Bewegungsapparat kostenlos Beratung durch Fachärzte zukommen lassen und damit den ersten Schritt zu einer entsprechenden Abklärung und schließlich ausreichenden Behandlung setzen."

Rheumatische Erkrankungen bringen für die betroffenen Patientinnen und Patienten eine erhebliche soziale und emotionale Belastung mit sich, die in ihrem Ausmaß und in ihren Folgen nicht unterschätzt werden darf. Die Bundeshauptstadt Wien ist bei der Diagnose und Therapie von Rheuma Erkrankungen Vorreiter in ganz Österreich. Wien verfügt neben vier spezialisierten Abteilungen an den Spitälern auch über 12 Ambulanzen, an denen Spezialisten für Rheumatologie zur Verfügung stehen. Dazu kommen fünf Ambulatorien der Wiener Gebietskrankenkasse als Anlaufstellen für Menschen, die an Rheuma erkrankt sind. Wissenschafter haben in Studien klar nachgewiesen, dass Patienten am meisten von einer Therapie profitieren, wenn die Behandlung innerhalb der ersten 3 Monate der Erkrankung einsetzt. Frühe Behandlung und frühe Erkennung setzen aber auch ein Bewusstsein über die Erkrankung voraus. Deshalb wird im Oktober bereits zum sechsten Mal im Wiener Rathaus wieder der Rheumatag stattfinden - eine Veranstaltung, die das Bewusstsein bei Patienten und Ärzten verstärken soll.

Quelle: PID-rk


Tägliche Bewegung ist bei Rheuma sehr wichtig ...


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