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Ihr Recht als Patient beim Arzt und im Spital

AK Broschüre " Patiententipps " neu aufgelegt

Was dürfen Ärzte? Was tun bei Behandlungsfehlern? Habe ich einen Anspruch auf Gewährleistung? Wer zum Arzt oder ins Krankenhaus muss, sollte im Interesse der eigenen Gesundheit als kritischer Konsument auftreten, raten die AK Konsumentenschützer: "Patienten haben Rechte, sie sollten sich nicht scheuen, Wünsche zu äußern und nötigenfalls ihre Rechte auch durchzusetzen." Immerhin müssen die ÖsterreicherInnen im Schnitt sieben Mal pro Jahr zum Arzt, zwei Millionen Kontakte jährlich werden in den Spitälern verzeichnet. Um die PatientInnen zu unterstützen, haben die AK Konsumentenschützer die Broschüre " Patiententipps " neu aufgelegt. Die Broschüre gibt einen Überblick über die Rechte und Pflichten von PatientInnen und kann kostenlos von der Webseite der AK heruntergeladen werden. Hier das Wichtigste:

PatientInnen schließen einen "Behandlungsvertrag" ab, sobald sie der Sprechstundenhilfe ihren Krankenschein übergeben, im Krankenhaus zur stationären Pflege aufgenommen werden oder der Arzt einfach die Behandlung beginnt. Ihre wichtigsten Rechte als Patient:

  • Heilbehandlungen und Operationen dürfen nur durchgeführt werden, wenn PatientInnen vorher einwilligen. Holt der Arzt keine Einwilligung ein, haftet er für Komplikationen auch dann, wenn er einen Eingriff sachgemäß durchgeführt hat. Damit PatientInnen einer Behandlung zustimmen können, müssen sie vorher genau aufgeklärt werden - auch über Risiken, mögliche Nebenwirkungen und Erfolgsaussichten.

  • Behandelt werden müssen PatientInnen bestmöglich nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft. Freilich muss der Arzt keine Erfolgsgarantie übernehmen, weil Abläufe im Körper und Reaktionen auf die Behandlung schwer vorhersehbar sind. Achtung: Das gilt auch bei kosmetischen Operationen!

  • Bei rechtswidrigen Behandlungsfehlern und Beratungsfehlern haben PatentInnnen Anspruch auf Schadenersatz etwa für den Aufwand zur Wiederherstellung oder Verbesserung der Gesundheit (Beispiel: Folgeoperationen), für allfälligen Verdienstentgang oder für vorüber gehenden oder ständigen Mehrbedarf (Beispiel: Kosten für Pflege). Außerdem haben PatientInnen Anspruch auf Schmerzensgeld.

  • Wichtig: Es gibt in einzelnen Fällen auch den Anspruch auf Gewährleistung - etwa wenn eine Schuheinlage oder eine Zahnprothese nicht einwandfrei sitzt. Dann können PatientInnen innerhalb von zwei Jahren ab Übernahme ein mangelfreies "Werkstück" verlangen.


Im Streitfall raten die AK Konsumentenschützer den PatientInnen, sich zunächst an Patientienanwälte, Schlichtungsstellen oder Ombudsschaften zu wenden.

Die AK Broschüre " Patiententipps " können Sie hier kostenlos als PDF-Datei herunterladen ...

Quelle: AK


Der VKI hat Anfang 2005 den 128-seitigen Ratgeber "Mein Recht als Patient" herausgegeben. Nähere Infos finden Sie hier ...

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