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Rauchertherapie - Aktionswoche in ganz Österreich

Beratung und Gutschein für Nikotinersatzprodukte

25.11.2005

29 Prozent der österreichischen Bevölkerung rauchen, mehr als die Hälfte aller Raucher ist jedoch mit ihrem Rauchverhalten unzufrieden: 18 Prozent würden gerne mit dem Rauchen aufhören, 37 Prozent möchten ihren Zigarettenkonsum zumindest reduzieren, was jedoch vielen nicht leicht fällt. Daher finden von 28. November bis 10. Dezember 2005 bereits zum zweiten Mal die Raucher-Therapie-Wochen statt. Dabei stehen den entwöhnungswilligen Rauchern die österreichischen Apotheken mit Rat und Tat zur Seite. Im persönlichen intensiven Beratungsgespräch mit der Apothekerin oder dem Apotheker werden die Intensität der Abhängigkeit und die Einstellung zum Rauchverhalten geklärt.

"Um seine Sucht erfolgreich zu besiegen, stehen dem Raucher zahlreiche Methoden zur Verfügung. Goldstandard in der Raucherentwöhnung ist aufgrund der hohen Erfolgsrate schon längst die Nikotinersatztherapie", berichtet Univ.-Doz. Dr. Ernest Groman vom Nikotininstitut. Motiviert werden die Raucher daher auch durch das Nichtraucher-Paket, das neben umfassendem Informationsmaterial auch einen Gutschein enthält, mit dem man alle Nicorette(R)-Produkte um 3 Euro günstiger erhält. Nicorette-Nikotinersatzpräparatehelfen über typische Entzugssymptome hinweg. Das mit Nicorette zugeführte Nikotin bedeutet für den Raucher kein Risiko, vor allem nicht im Vergleich mit den über den Zigarettenrauch aufgenommenen Mengen. Eine Überdosierung ist nicht möglich - lediglich eine Unterdosierung kann auftreten. Diese kann zu Entzugserscheinungen führen. Das Nikotininstitut empfiehlt daher: "Dosieren Sie die Nicorette richtig, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Die Therapie sollte drei Monate dauern. Nicorette sollte immer bei der Hand sein, die Packungsgröße sollte so ausgewählt werden, dass man mindestens eine Woche damit auskommt."

Rauchen ist die größte Gefahr für die Lunge überhaupt. An den (Spät)Folgen des Tabakkonsums sterben österreichweit jährlich rund 14.000 Menschen. "Lungenkrebs ist dabei eine der Krebsformen, vor der man sich sehr gut schützen kann, wenn man auf das Rauchen verzichtet!", weiß Mag. Gabriele Sonnbichler von der Wiener Krebshilfe. Aber auch andere Lungenerkrankungen wie COPD, Herzinfarkt, Schlaganfall und Gefäßerkrankungen stehen in engem Zusammenhang mit dem Rauchen. "Die einzige kosteneffiziente Maßnahme zur Vorbeugung der chronisch obstruktiven Bronchitis ist die Raucherentwöhnung", so Dr. Irmgard Homeier, Raucherentwöhnungstherapeutin und Lungenfachärztin am Otto Wagner Spital. Auch schwangere Frauen sollten möglichst die Finger von Zigaretten lassen: "Bei Raucherinnen ist das Risiko, eine Fehl- oder Frühgeburt zu erleiden um zwanzig bis dreißig Prozent erhöht und Neugeborene von Raucherinnen sterben zum Zeitpunkt der Geburt und im ersten Lebensjahr drei Mal so häufig am plötzlichen Kindstod als Säuglinge von Nichtraucherinnen", so Univ.-Prof. Dr. Otto-Michael Lesch, AKH Wien, Universitätsklinik für Psychiatrie.

Argumente für das Nichtrauchen
Schneller, als man glaubt, erholt sich der Körper nach der letzten Zigarette - schon 20 Minutendanach sinken der Blutdruck und der Puls. Auch die Hände und Füße werden wieder besser durchblutet. Das Naturwunder Mensch beginnt sich zu regenerieren und nach acht Stunden ist das leistungshemmende und Herz-Kreislauf-System belastende Kohlenmonoxid aus dem Blut entfernt, die roten Blutkörperchen können wieder besser Sauerstoff transportieren. Ein weiterer guter Grund aufzuhören ist, dass nach 24 Stunden das Herzinfarktrisiko bereits gesenkt wird. Nach 48 Stunden verbessern sich Geschmacks- und Geruchssinn merklich. Man kann den Originalgeschmack von Lebensmitteln wieder besser wahrnehmen.

Eine Woche nach dem letzten Glimmstengel beginnt die Regeneration der Atemwege. Es setzt ein langsamer Abtransport der Teerstoffe, die sich während der Raucherzeit in der Lunge abgelagert haben, ein. Nach einem Monat beginnt sich das Immunsystem zu erholen, die Infektionsgefahr sinkt. Spätestens nach drei Monaten zeigen Sportuntersuchungen eine deutliche Leistungssteigerung, die körperliche Belastbarkeit steigt weiter an. Nach einem Jahr ist das Herzinfarktrisiko nur mehr halb so hoch wie das eines Rauchers. Nach fünf Jahren hat sich das Lungenkrebsrisiko halbiert, nach 15 Jahren entspricht das Herzinfarktrisiko dem eines Nichtrauchers!"

Die Aktionswochenvon 28.11. bis 10.12.2005 werden von der Österreichischen Apothekerkammer, dem Nikotininstitut Wien, der Wiener Krebshilfe und dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen unterstützt. Im Rahmen der erfolgreichen Vorjahrs-Aktion haben rund 40.000 Österreicher die Aktion für ausführliche Beratungsgespräche genutzt.


Umfangreiche Informationen für Raucher und baldige Nichtraucher finden Sie auch auf den folgenden Seiten ...

 

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