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Rauchen : Im Alter wird das Aufhören leichter

Jüngere Raucher greifen eher wieder zur Zigarette

29.03.2006

Für ältere Raucher scheint es offenbar leichter als für jüngere zu sein, ihr Laster aufzugeben und mit dem Qualmen nicht wieder anzufangen. Dies berichtet das "Journal of the American Geriatrics" in seiner aktuellen Ausgabe. Ein Forscher-Team um Heather Whitson hatte 573 ältere Männer und Frauen aus North Carolina untersucht, die allesamt regelmäßig rauchten. Innerhalb der ersten drei Jahre des Studienzeitraums von 1986 bis 1996 hatten 100 Teilnehmer ihrem Laster abgeschworen. Es zeigte sich, dass Frauen und Personen, bei denen eine schwer wiegende Erkrankung - etwa Krebs oder eine Herzkrankheit - diagnostiziert worden war, häufiger mit dem Rauchen aufhörten als andere Personen.

Nur 16 Prozent der älteren Probanden, die ihre Rauchgewohnheiten aufgegeben hatten, griffen zu einem späteren Zeitpunkt wieder zum Glimmstängel. Damit liegt die Rückfall-Rate deutlich unter der von jungen Menschen, berichten Whitson und Kollegen. Vorhergehende Studien hatten bei jüngeren Personen in den ersten zwei Jahren nach einem Rauch-Stopp Rückfall-Raten zwischen 35 und 45 Prozent gezeigt. Warum es Rauchern in einem fortgeschrittenen Alter offenbar leichter fällt, ihr Laster aufzugeben, ist den Wissenschaftern nicht ganz klar.

Es könnte sein, dass eingeschränkte Mobilität und finanzielle Sorgen älteren Menschen den Zugang zu Zigaretten erschweren, mutmaßt Whitson. Auch könnten fortschreitende Demenz oder die Unterbringung in Heimen, wo Tabak-Konsum oft verboten ist, eine Rolle spielen. Ältere Menschen könnten allerdings auch schlichtweg motivierter sein, mit dem Rauchen aufzuhören, so die Forscherin. Jedenfalls müsste in Hinkunft auf die Unterschiede zwischen alten und jungen Rauchern Rücksicht genommen und das Verhalten älterer Tabak-Konsumenten besser erforscht werden, fordern Whitson und Kollegen.

Quelle: Netdoktor

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