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Rauch-Kallat : Zecken-Gefahr heuer besonders groß

Mildes Klima schafft günstige Bedingungen für Zecken

16.08.2006

"Österreich ist eines der europäischen Hochrisiko-Gebiete für Zeckenbisse. Bedingt durch das feuchte Frühlingswetter speziell im Mai und die milden Temperaturen im Juli sind die Zecken in diesem Jahr so aktiv wie schon lange nicht mehr", warnte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat. Deshalb sollten so viele Menschen wie möglich die Zeckenimpfung in Anspruch nehmen, die nahezu hundertprozentigen Schutz vor der gefährlichen FSME-Infektion bietet. Die Impfung wird bei der Hausärztin bzw. dem Hausarzt und bei den Magistratischen Bezirksämtern angeboten.

"Durch die steigende Durchimpfung von derzeit 88 Prozent konnte die Zahl der FSME-Erkrankungen in den letzten Jahren drastisch gesenkt werden. Dennoch gab es im Jahr 2005 mit 100 Erkrankungsfällen - darunter sieben Kinder - wieder einen traurigen Höchststand, der zuletzt vor neun Jahren verzeichnet wurde. Dies ist vor allem auf die Vernachlässigung der Auffrischungsintervalle zurückzuführen aber auch auf die ältere Generation, die sich oft gar nicht mehr impfen lässt."

Die Gesundheitsministerin riet deshalb neben der FSME-Impfung und ihrer Auffrischung alle drei bzw. fünf Jahre zu einer genauen Selbstuntersuchung sowie einer Kontrolle von Kindern nach Aufenthalten in der freien Natur. Beim erwachsenen Menschen wird die überwiegende Anzahl der Zeckenstiche an den Beinen, in der Gesäß- und in der Genitalregion beobachtet. Bei Kindern treten etwa 75 Prozent der Zeckenstiche am Kopf auf, die restlichen verteilen sich auf Beine und Arme, Rumpf, Gesäß- und Genitalregion. "Viele Menschen glauben noch immer, Zecken leben tief im Wald und fallen von den Bäumen. Hauptsächlich leben sie aber im Gras, auf Sträuchern, auf Waldlichtungen und sogar in den Parks und Gärten unserer Städte."

FSME (Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis) ist eine Viruserkrankung, die zur Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute und des Zentralnervensystems führt. Die Symptome der FSME können einer Grippe ähnlich sein wie z.B. Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber und Nackensteifigkeit. Die Erkrankung kann auch zu bleibenden Schäden wie Lähmungen oder lang andauernder Rekonvaleszenz führen und sogar tödlich enden.

"Während FSME-Viren direkt mit dem Stechakt auf das Opfer übertragen werden, gelangen Borrelien erst später während des Saugaktes in den Wirt. Deshalb ist es besonders wichtig, Zecken so schnell wie möglich zu entfernen. Dabei mit Pinzette oder Skalpell arbeiten - nicht abbrennen oder mit Öl behandeln", so Rauch-Kallat abschließend.

Quelle: BM für Gesundheit und Frauen

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