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Potenz : Macht Rauchen Männer impotent ?

Unverändert gilt Rauchen vielen Männern als Zeichen der Stärke

28.03.2006

Unverändert gilt Rauchen vielen Männern als Zeichen der Stärke. Eine australische Studie zeigt nun aber, dass Nikotin selbst junge Männer schwach werden lässt. "Raucher haben ein um bis zu 40 Prozent höheres Risiko, an Impotenz zu leiden, als Nicht-Raucher", fasst Christopher Millett vom Imperial College London die Ergebnisse einer breit angelegten Untersuchung zusammen. Der Wissenschafter hatte gemeinsam mit australischen Kollegen die Daten von 8.367 Männern ausgewertet, die an der "Study of Health and Relationship" teilgenommen hatten. Dabei zeigte sich auch, dass nicht nur ältere, sondern auch jüngere Raucher unter Erektionsstörungen litten.

Wie die Fachzeitschrift "Tobacco Control" berichtet, waren die Studienteilnehmer im Alter von 16 bis 59 Jahren zu etwas mehr als einem Viertel Raucher. Sechs Prozent der Probanden gaben an, mehr als 20 Zigaretten am Tag zu konsumieren. Beinahe jeder zehnte Mann berichtete davon, im zurückliegenden Jahr zumindest ein Monat lang Probleme mit seiner Erektion gehabt zu haben. Verglichen mit Nicht-Rauchern hatten Männer, die täglich weniger als 20 Zigaretten rauchten, ein 24 Prozent höheres Risiko für eine Erektile Dysfunktion (ED). Teilnehmer, die öfter als 20-mal pro Tag zum Glimmstängel griffen, hatten diesbezüglich sogar ein 39 Prozent höheres Risiko.

Schon frühere Studien hatten darauf hingewiesen, dass regelmäßiger Tabak-Konsum auch für das männliche Sexualleben Gift ist. So legte eine US-amerikanische Untersuchung aus dem Jahr 2005 nahe, dass das durchschnittliche Impotenz-Risiko desto höher liegt, je mehr Zigaretten Männer rauchen. Und: Der Zug am Glimmstängel kann bei jüngeren Männern demnach deutlichere Auswirkungen auf die Erektionsfähigkeit haben als bei älteren.

Millett und Kollegen weisen ihrerseits darauf hin, dass Rauchen der größte vermeidbare Risiko-Faktor für Impotenz ist. Sie hoffen, dass vor allem junge Männer aus Sorge um ihre Manneskraft mit dem Qualmen aufhören - oder besser - gar nicht erst damit beginnen. Hierfür bedürfe es allerdings ausreichender Aufklärung zum Thema.

Im Rahmen der "Study of Health and Relationship" wollen die beteiligten Wissenschafter auch gezeigt haben, dass das Rauchverbot in gastronomischen Betrieben zu einem Rückgang des Tabak-Konsums und infolgedessen zu einer Verringerung des ED-Aufkommens bei australischen Männern geführt hat. Millett und Kollegen merken allerdings an, dass ein Bar-Besuch der Potenz nicht unbedingt abträglich sein muss: Konnten sie doch zeigen, dass regelmäßiger moderater Alkohol-Konsum die Wahrscheinlichkeit für eine Erektile Dysfunktion signifikant verminderte.

Quelle: Reuters Health; Tobacco Control

 

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