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Allergie-Zeit : Hilfe, die Pollen kommen

Der Frühling ist die schlimmste Zeit für Allergiker


29.04.2010

Wenn es Frühling wird, kitzeln bei vielen Menschen nicht nur die ersten Sonnenstrahlen in der Nase. Nach Angaben der Europäischen Stiftung für Allergieforschung reagieren inzwischen rund 30 Prozent der europäischen Bevölkerung mit einem allergischen Schnupfen, wenn Bäume wie Erle, Kastanie oder Birke aufblühen und riesige Mengen an Pollen bis zu 400 Kilometer weit durch die Luft wirbeln.

Grund ist eine Fehlprogrammierung des Immunsystems. Der Körper stuft die eigentlich harmlosen Blütenpollen als Krankheitserreger ein und bekämpft sie durch die Freisetzung von Histamin. Dieser Botenstoff macht die Blutgefäßwände durchlässig. Flüssigkeit, Eiweiß und Blutzellen treten aus und verursachen Schwellung und Rötung, Juck- und Niesreiz. Betroffen sind meistens Nase, Augen und Rachenraum. Daneben können Atemnot, Magen-Darm-Störungen, Migräne , Müdigkeit, Schlafstörungen und Depressionen auftreten.

Aktuell forschen Mediziner weltweit nach neuen Therapien gegen Allergien. Im Test befindet sich beispielsweise eine Schluckimpfung für Säuglinge, welche die Abwehrzellen durch Bakterientrümmer so ablenkt, dass sie die harmlosen Pollen ignorieren. Darüber hinaus werden neuartige Impfstoffe erprobt, die allerdings für den Masseneinsatz derzeit noch zu teuer sind.

Doch auch wenn neue Therapien auf sich warten lassen, können Patienten ihre allergischen Beschwerden mit Medikamenten wie Antihistaminika oder kortisonhaltigen Nasensprays heute bereits gut in den Griff bekommen. NetDoktor.de-Expertin Dr. Nina Buschek rät, die Symptome auf jeden Fall behandeln zu lassen. "Andernfalls besteht die Gefahr, dass sich die Krankheit verschlimmert und ein sogenannter Etagenwechsel stattfindet. Dabei weitet sich die Allergie auf die unteren Atemwege aus. Die mögliche Folge ist chronisches Asthma."

Darüber hinaus können auch folgende Maßnahmen helfen:

  • An sonnigen, windigen Tagen nicht im Freien aufhalten - vor allem nicht auf Wiesen und Feldern.

  • Tägliche Haarwäsche, um alle Pollen los zu werden.

  • Kleider, an denen sich Pollen befinden können, nicht im Schlafzimmer ausziehen oder aufbewahren.

  • Nachts bei geschlossenem Fenster schlafen.

  • Nur kurz lüften: In der Stadt morgens, auf dem Land abends. Anschließend Fenster geschlossen halten.

  • Während der Pollensaison Wäsche nicht im Freien trocknen.

  • Auto mit Partikelfilter ausstatten.


Ratsam für Allergiker ist es auch, sich einen Pollenflugkalender zuzulegen. Auf diese Weise können sie sich schon gegen die Eindringlinge wappnen, bevor diese überhaupt zuschlagen.

Blütezeiten:

Februar bis Ende April

Erle, Hasel

März bis April

Pappel
März bis Mai

Weide, Esche, Birke
April bis Mai

Hainbuche, Buche
April bis Juni

Eiche
April bis Juli

Kiefer
April bis September


Gräser (z.B. Knäuelgras, Glatthafer, Lieschgras)
Mai bis Juli

Roggen
Mai bis September

Spitzwegerich, Brennessel
Juli bis September

Beifuß
August bis September

Traubenkraut (Ambrosia)


Quelle: netdoktor.de, pressebox.de

 

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