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Pneumokokken : Personen ab 60 besonders gefährdet

Vergünstigter Impfstoff bis Ende des Jahres

12.10.2006

In Österreich werden pro Jahr rund 18.000 Erkrankungen von Lungenentzündung durch Pneumokokken ausgelöst. Außerdem können diese bakteriellen Erreger Otitis Media, akute eitrige Gehirnhautentzündung, Bauchfellentzündung, Sepsis oder Endokarditis hervorrufen. Schätzungen zufolge sterben in Österreich jährlich mehr Menschen an den Folgen pneumokokkenbedingter Erkrankungen als bei Autounfällen. Experten sprechen von 900 Menschen, die pro Jahr an einer Pneumokokken Infektion sterben. Eine hohe Anzahl weiterer Personen bedarf einer stationären Intensivbehandlung. Während die Immunabwehr bei Gesunden mit dem Pneumokokken-Erreger in den meisten Fällen fertig wird, kann bei vorhandener Abwehrschwäche oder chronischen Erkrankungen rasch eine schwere Erkrankung daraus folgen.

Den besten und einfachsten Schutz dagegen bietet eine Impfung. Doch nur 14 % der über 60jährigen, also der Haupt-Risikogruppe, sind geimpft! Pneumokokken-Infektionen weisen eine Todesrate von 10 % auf. Eine bestehende Grunderkrankung wie Diabetes mellitus oder eine chronische Herzerkrankung kann die Todesrate allerdings auf bis zu 30 % erhöhen. Der beste und einfachste Schutz ist nach wie vor die Impfung.

Die Pneumokokken-Impfung wird auch deshalb immer wichtiger, weil die Pneumokokken als Erreger der Erkrankung zunehmend gegen Antibiotika resistent werden. Dazu kommt, dass die Therapie der Erkrankung oftmals zu spät kommt. Die Pneumokokken-Pneumonie kann bei älteren Patienten so dramatische Formen annehmen, dass, wenn die Patienten versterben, die Hälfte der Todesfälle innerhalb von 48 Stunden nach Auftreten der ersten Krankheitssymptome passiert, obwohl eine adäquate antibiotische Therapie vorgenommen wurde.

"Gegen die Pneumokken-Gefahr gibt es weder zur Vorbeugung, noch zur Behandlung ein Heilkraut oder sonst eine naturheilkundliche Maßnahme", sagt auch Österreichs prominentester Experte für natürliche Heilmethoden, Professor Hademar Bankhofer, der sich am Mittwoch im Rahmen einer Presseveranstaltung vor Ort selbst gegen Pneumokokken impfen hat lassen. "Die Pneumokokken-Impfung schützt vor schweren Erkrankungen und vor einer tödlichen Gefahr durch die 23 wichtigsten Pneumokokken-Typen", so Prof. Bankhofer: "Für alle, die einer Impfung kritisch und ängstlich gegenüberstehen: Der Impfstoff enthält nicht die Bakterien selbst, sondern nur Bestandteile der Bakterien-Kapseln und ist deshalb völlig ungefährlich. Im Körper wird eine Bakterien-Infektion vorgetäuscht. Das Immunsystem wird mobilisiert, bildet Antikörper und wird für den Ernstfall stark gegen die Pneumokokken-Gefahr." Die Impfung - eine Spritze in den Oberarm - muss bei entsprechendem Risiko alle fünf Jahre aufgefrischt werden.

Die im Oktober gestartete Impfaktion "Sicher ab 60" läuft bis 31. Dezember 2006. Im Zeitraum der Impfaktion gibt es den Pneumokokken-Impfstoff zum Aktions-Preis von 25,- Euro. Das von der Österreichischen Ärztekammer empfohlene Impfhonorar beträgt 11,- Euro.

Für Personen ab 60 Jahren wird von vielen Krankenversicherungsträgern ein Zuschuss in der Höhe von 7,- bis 15,- Euro gewährt. Der Zuschuss wird vom Preis des Impfstoffes beim Kauf abgezogen und von der Apotheke mit den jeweiligen Krankenkassen verrechnet.

Quelle: ÖAK

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