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Private Pflegeversicherung im AK-Test

Unterschiedliche Produkte erschweren den Vergleich


04.01.2013

Die Arbeiterkammer (AK) hat den Markt für private Pflegeversicherungen unter die Lupe genommen und verschiedene Angebote analysiert. Das Ergebnis: Die Anbieter rüsten auf - derzeit gibt es elf am Markt. Große Unterschiede gibt es bei den Angeboten, wie die Versicherer die Pflegebedürftigkeit einstufen, beim Leistungsanspruch und den Prämien. "Die unterschiedlichsten Angebote machen einen Vergleich schwierig" resümiert AK Konsumentenschützer Christian Prantner.

Pflegebedürftige haben einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegegeld. Es gibt sieben Stufen. Die Höhe hängt vom Pflegeaufwand ab. Die AK hat den Verein für Konsumentenschutz (VKI) beauftragt eine Erhebung über die private Pflegeversicherung aus dem Jahr 2007 zu aktualisieren. Waren 2005 noch fünf Anbieter am Markt, sind es derzeit elf. Fazit: Die Angebote sind ebenso wie die Prämien höchst unterschiedlich.

Für die Einstufung der Pflegebedürftigkeit unterscheiden die Versicherer zwei Arten von Modellen. Die meisten orientieren sich bei der Definition der Pflegebedürftigkeit am Bundespflegegesetz. Zwei der analysierten Pflegeversicherungen richten sich bei der Einstufung danach, ob der/die Versicherungsnehmer/in bestimmte Tätigkeiten des täglichen Lebens ohne fremde Hilfe verrichten kann.

Die Prämien für eine private Pflegeversicherung sind relativ hoch. "Je früher die Versicherung abgeschlossen wird, desto niedriger die Prämie", sagt Prantner. Für ältere Personen wird es schon sehr schwierig bis nicht mehr leistbar, für einen Pflegefall vorzusorgen. "Wenn man in einem höheren Alter in den Vertrag einsteigt, wird es zunehmend teurer." Während manche Versicherungen auch Kindern den Abschluss ermöglichen, gibt es auch Produkte, die erst ab dem 35igsten Lebensjahr abgeschlossen werden können. Das Höchstabschlussalter liegt bei den untersuchten Produkten bei 60 bis 75 Jahren.

Wann die Versicherungen zahlen, wird unterschiedlich gehandhabt. So leisten manche Produkte nur bei schwerster Pflegebedürftigkeit, andere wiederum bereits ab Pflegestufe eins. Bei vorübergehender Pflegebedürftigkeit zahlen nur zwei, während eines Spitalsaufenthalts immerhin vier Anbieter. Die Tarife sind aufgrund der unterschiedlichen Leistungen kaum vergleichbar. Die von den Versicherern festgelegten Höchstsätze je Pflegestufe sind sehr verschieden. Die Einschränkungen sind wenig durchschaubar, etwa eine Wartefrist für einen möglichen Leistungsbezug, oder ob Leistungen bei einem Wohnsitz im Ausland ausbezahlt werden.

Angebote einholen und gut beraten lassen ist das Um und Auf beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung. "Lassen Sie sich keinesfalls voreilig zu einem Vertragsabschluss überrumpeln", rät AK Konsumentenschützer Christian Prantner.

Was Sie beim Abschluss einer privaten Pflegeversicherung beachten sollten:

  • Holen Sie mehrere Angebote ein, und lassen Sie sich sorgfältig beraten. Denn die Preis- und Leistungsunterschiede sind sehr groß - das macht für Sie einen Vergleich schwierig.

  • Bedenken Sie die lange Vertragsbindung, die oft Jahrzehnte ausmacht. Sie müssen sich die Prämien immer leisten können.

  • Es gibt unterschiedliche Tarife und Modelle für die verschiedensten Bedürfnisse. Legen Sie für sich fest, was Sie brauchen könnten.

  • Prüfen Sie nicht nur den Preis, sondern auch die Leistungen und Zusatzleistungen.

  • Haben Sie bereits eine Kranken- oder Lebensversicherung laufen, können Sie möglicherweise über einen Pflegezusatz günstiger vorsorgen als mit einer Pflegeversicherung. Achtung, schließen Sie nicht extra dafür eine Kranken- oder Lebensversicherung ab - das lohnt sich keinesfalls!

  • Beachten Sie auch andere Vorsorgeformen, etwa Sparbuch, Bausparen oder eine Lebensversicherung.

Quelle: AK Wien

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