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In der Pension nehmen Bewegung und Sport ab

Pensionisten haben mehr Freizeit, bewegen sich aber weniger

19.06.2007

Wenn Menschen nach dem Pensionsantritt ihr Bewegungspensum nicht steigern, besteht die Gefahr, dass die körperliche Aktivität durch den Wegfall an arbeitsbezogener Bewegung in Summe abnimmt. Darauf weist nun eine niederländisch-britische Langzeitstudie hin. Dabei bräuchten Männer und Frauen gerade in diesem Alter regelmäßige körperliche Aktivität, wie Studienautorin Annabelle Slingerland von der Peninsula Medical School in Exeter betont.

Slingerland zufolge geben viele Menschen an, arbeitsbedingt kaum Zeit für Bewegung zu haben. Bislang gingen viele Forscher davon aus, dass für diese Männer und Frauen im Ruhestand oftmals mehr Zeit für sportliche Aktivitäten bleibe und dass es daher zu einer Zunahme der Fitness komme. Das Team um Slingerland wollte nun überprüfen, wie sich das Mehr an Freizeit tatsächlich auf das individuelle Bewegungsausmaß auswirkt.

Die Forscher hatten 13 Jahre lang knapp 1.000 arbeitende Menschen zwischen 40 und 65 beobachtet. Zu Studienende hatten knapp 700 davon ihren Ruhestand angetreten. Es zeigte sich, dass die Pensionisten häufig über einen Rückgang an körperlicher Aktivität durch den Wegfall der Arbeit klagten - insbesondere dann, wenn sie im Berufsleben körperlich gefordert gewesen waren. Allerdings glichen nur wenige diesen Rückgang mit mehr Bewegung in der neu gewonnenen Freizeit aus.

Die Forscher selbst zeigen sich erstaunt über dieses Ergebnis. Autorin Slingerland schließt daraus, dass die Berufstätigkeit als Sport-Hürde eher eine Konstruktion als real sei und dass sich durch die Pension möglicherweise neue Hürden ergeben. Sie ermutigt Pensionisten, ihren Ruhestand genau zu planen und sportliche Aktivität in ihren Tagesablauf fix einzubauen.

Quelle: Netd, Reuters

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