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Patienten mit Arzt-Wartezimmer wenig zufrieden

Keine aktuellen Informationen, schlechte Sitze und Lüftung

23.08.2006

Während Ärzte immer öfter wegen administrativer Überlastung über zu wenig Zeit für die Patientenbetreuung klagen, verstreicht die Wartezeit der Patienten in den Arztpraxen immer noch meist ungenützt. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie des Instituts Marketagent mit dem Titel "Patienten-Zufriedenheit in Österreichs Wartezimmern".

Österreichische Wartezimmer mit großem Verbesserungspotenzial

Aus der Studie geht unter anderem hervor, dass nur jeder zweite Patient mit den Wartezimmern seiner Ärzte zufrieden ist. Die 450 befragten Österreicher sind zum überwiegenden Teil der Meinung, dass Österreichs Ärzte zu wenig in ihre Wartezimmer investieren und beklagen vor allem das Fehlen von aktuellen Zeitungen und Informationsangeboten (32,9 %), unbequeme Sitzmöbel (34,7 %) und schlechte Lüftung (31,2 %).

49,3 Prozent sehen das Wartezimmer trotzdem oder gerade deswegen als Aushängeschild des Arztes und machen von seiner Ausstattung eine Weiterempfehlung des Arztes abhängig.

Bereits 20 Prozent der Patienten geben an, dass bei ähnlicher Qualität der medizinischen Betreuung die Ausstattung des Wartezimmers der entscheidende Faktor für die Auswahl oder den Wechsel eines Arztes ist. Ein Faktum, das von Österreichs Ärzten noch immer zu wenig beachtet wird.

Obwohl die Patienten deutlich mehr Zeit im Wartezimmer verbringen als beim Arzt selbst, verstreicht diese Zeit meist ungenutzt, anstatt zur Abwicklung von administrativen Angelegenheiten oder zur allgemeinen Patienteninformation verwendet zu werden.

"Die Ergebnisse der Wartezimmer-Studie sollten Ärzten zu denken geben. Sie zeigen deutlich, dass viele österreichische Ärzte ihrem Wartezimmer immer noch zu wenig Bedeutung beimessen. Dabei ist die lange Verweildauer der Patienten im Wartezimmer hervorragend dazu geeignet, Informationen zu vermitteln und neue Dienstleistungen anzubieten. In jeder anderen Branche würde man sich über derart lange Verweildauern von Kunden in Geschäften freuen. Im Wartezimmer jedoch verstreicht wertvolle Zeit ungenützt, obwohl die heutigen technischen Möglichkeiten eine automatisierte und trotzdem hochwertige Patienteninformation sehr leicht machen. Darauf konzentrieren wir uns mit unseren Medscreen-Informationssystemen", erklärt Gergely Teglasy, Mitbegründer und einer der Inhaber von Medscreen.

84 Prozent der befragten Patienten gaben an, beim Arztbesuch die Hälfte oder noch mehr ihrer Zeit im Wartezimmer zu verbringen. 23,5 Prozent gaben an, durchschnittlich bis zu 15 Minuten zu warten, 41,3 Prozent warten bis zu einer halben Stunde und weitere 35 Prozent sogar noch deutlich länger.

Wie auch die Österreichische Ärztekammer immer wieder bestätigt, wird ein großer Anteil des eigentlichen Arztgespräches heute für administrative Angelegenheiten und allgemeine Informationen und nicht für die individuelle Patientenbetreuung verwendet. Das bestätigt auch die Wartezimmer-Studie: 53 Prozent der Patienten gaben an, dass sogar mehr als die Hälfte ihres eigentlichen Arztgespräches nur aus allgemeinen Informationen und Administration besteht. So wundert es nicht, dass 88 Prozent der Befragten wünschen, administrative und allgemeine Informationen, z. B. zur Nutzung der e-Card, bereits im Wartezimmer zu erhalten, damit beim Arzt mehr Zeit für die eigentliche Behandlung bleibt.

Genau bei diesen Informationsbedürfnissen der Mehrheit der Patienten ­ - 56 Prozent wünschen sich sogar ausdrücklich Bildschirminformationen im Wartezimmer ­ - setzt das Unternehmen Medscreen mit seinem Angebot an. Medscreen stellt Arztpraxen eine aus großem Flachbildschirm und PC bestehende Infrastruktur zur Verfügung und beschickt diese via Breitband-Internet mit aktuellen Nachrichten, Gesundheitsbeiträgen und einem Unterhaltungsprogramm.

Mit den so angebotenen Inhalten kann die Wartezeit der Patienten sinnvoll zur Information über Gesundheitsthemen und die Dienstleistungen und Angebote des Arztes verwendet werden. Die Patientenzufriedenheit steigt und gleichzeitig bleibt mehr Zeit für die individuelle Behandlung durch den Arzt, da allgemeine Fragen, wie z. B. Termine für Impfaktionen, Labortermine und Zusatzangebote, schon vorab vermittelt werden können.

Quelle: Skills

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