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Ostereier ausblasen : Vorsicht vor Salmonellen

Richtiger Umgang mit rohen Eiern hilft, Salmonellen-Infektionen zu vermeiden

07.03.2008

Zur Osterzeit werden in vielen Familien, Schulen und Kindergärten rohe Eier ausgepustet und bemalt. Dabei ist Vorsicht geboten: Auf den Eiern können Salmonellen und andere Keime vorkommen, und insbesondere Kinder können sich damit infizieren. Eier dienen zu Ostern nicht nur der Dekoration, sondern werden vor allem auch gegessen. Hart gekochte Eier sind besonders beliebt und - im Hinblick auf Salmonellen - auch sicher. Denn Keime überleben die Temperaturen, die beim Kochen erreicht werden, nicht. Doch unbegrenzt haltbar sind auch hart gekochte Eier nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) nimmt das bevorstehende Osterfest zum Anlass, auf ein paar einfache Hygieneregeln beim Umgang mit Eiern hinzuweisen.

Jährlich werden tausende Salmonelleninfektionen gemeldet, Grund für die Infektionen ist immer mangelnde Hygiene, auch in der heimischen Küche. Salmonelleninfektionen - auch Salmonellosen genannt - sind in erster Linie unangenehme Durchfallerkrankungen, häufig gehen sie mit Erbrechen und Kopfschmerzen einher. Da Kinder unter fünf Jahren besonders empfindlich sind, können Salmonellosen bei ihnen, ebenso wie bei älteren und kranken Menschen, aber auch schwerer verlaufen, in Einzelfällen sogar tödlich.

Neben rohem Geflügelfleisch sind rohe Eier eine der Hauptquellen für Salmonellen. Die Keime können auf der Schale sein, seltener auch im Eigelb. Kinder sollten deshalb nach Möglichkeit überhaupt nicht mit rohem Ei in Kontakt kommen, vor allem sollten sie keine Eier mit dem Mund auspusten, um eine Salmonelleninfektion zu verhindern.

Auf den beliebten vorösterlichen Brauch muss trotzdem niemand verzichten: Mit einem dünnen Strohhalm, einer Einwegspritze mit Kanüle oder einem speziellen Blasebalg lassen sich die Eier ebenso gut ausblasen und spülen. Und wer auch noch die folgenden Tipps beachtet, schließt eine Magen-Darm-Infektion ziemlich sicher aus:

  • Nur saubere, frische Eier ausblasen und bemalen

  • Eier vorsichtig anbohren und die verwendeten Werkzeuge gründlich reinigen

  • Die ausgeblasenen Eier vor dem Verzieren außen und innen mit lauwarmem Wasser und wenig Spülmittel gründlich reinigen und mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen

  • Verspritztes Eiweiß oder Eigelb mit Küchenpapier entfernen und Arbeitsflächen gründlich reinigen

  • Hände nach dem Auspusten und Verzieren von rohen Eiern gründlich mit warmem Wasser und Seife waschen und gut abtrocknen

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann hart gekochte Eier oder solche aus Holz, Styropor, oder Kunststoff bemalen.

Verbraucher, die Eier kochen und färben, um sie zur Osterzeit zu essen, sollten darauf achten, dass die Schale nicht beschädigt ist: Diese Eier verderben schneller, weil Keime über die Schalenrisse in das Ei-Innere eindringen und sich dort vermehren können. Hart gekochte Eier sollten immer kühl, trocken und sauber aufbewahrt werden.

Anders als selbst gekochte Eier sind bereits gekochte und gefärbte Eier aus dem Handel über mehrere Wochen bei Raumtemperatur haltbar, sofern die Schale nicht beschädigt ist. Diese Eier werden nach dem Färben mit einem Schutzlack behandelt, der das Eindringen von Keimen verhindern soll. Zur Sicherheit sollten sie trotzdem nach dem Kauf im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Quelle: BfR

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