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Operation : Patienten-Stimmung beeinflusst Heilung

Nicht nur Gesundheit und Alter eines Patienten wichtig

13.07.2006

Wie schnell sich ein Patient nach einem orthopädischen Eingriff erholt, hängt wesentlich von seiner Stimmung und Einstellung ab. Sorgen, Ängste und andere negative Gefühle zu berücksichtigen, kann demnach das Ergebnis der Operation verbessern und die Genesung beschleunigen.

Wie wichtig Einflüsse wie der psychische Zustand und die soziale Einbettung eines Patienten sind, fanden orthopädische Chirurgen bei einer Meta-Analyse heraus, in deren Rahmen sie 29 Studien aus einem Zeitraum von 15 Jahren eingehend betrachteten. "Die Rolle psychosozialer Faktoren bei der chirurgischen Erholung war noch größer als wir erwartet hatten", berichtet Co-Autor Peter Jokl von der Yale University School of Medicine.

Stimmungsbarometer zur Erfolgsprognose

"Geht es um die Erholung, denken orthopädische Chirurgen häufig an traditionelle klinische Faktoren, die das Ergebnis des Eingriffes beeinflussen - etwa das Alter des Patienten, die körperliche Verfassung oder das Ausmaß der Verletzung", weiß Patricia Rosenberger, Leiterin der im "Journal of the American Academy of Orthopaedic Surgeons" veröffentlichten Studie. In der aktuellen Untersuchung sei man jedoch über diese Faktoren hinausgegangen und habe Aspekte wie Stressbelastung, Depression, soziale Unterstützung und positive Erwartungen einbezogen.

Das Resultat: "Wenn Stimmung und Einstellung des Patienten ermittelt werden, können orthopädische Chirurgen tatsächlich beurteilen, wie sich ein Patient körperlich erholen und zu seinen normalen täglichen Aktivitäten zurückkehren wird können", gibt Rosenberger an. Anhand der Bestimmung von psychosozialen Faktoren ließen sich somit die postoperativen Entwicklungen vorhersagen, lautet das Resümee.

Austausch zwischen Arzt und Patient

Um dies in der Praxis zu ermöglichen, haben die Wissenschafter auch einen Fragen- und Themenkatalog zusammengestellt, den Arzt und Patient vor dem Eingriff besprechen sollten. Enthalten sind Fragen über das Vorliegen von Ängsten oder Depression, die Erwartungen an die Zeit nach der Operation und die Einstellung gegenüber dem Umgang mit Schmerzen. Mithilfe solcher Gespräche, so der Ansatz der Studienautoren, komme es nicht nur zu einem wertvollen Dialog zwischen Arzt und Patient, sondern im besten Fall auch zur Entstehung einer Partnerschaft oder Team-Dynamik zwischen den beiden Seiten.

Quelle: mnt

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