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Warum die Sonne bei Neurodermitis nützt ...

... und wann sie schadet

27.04.2006

Wenn die Sonne häufiger scheint und die Temperaturen steigen, können viele Menschen mit Neurodermitis aufatmen. Der Grund: Die UV-Strahlung unterstützt das Abheilen von Entzündungen und lässt den oftmals unerträglichen Juckreiz verschwinden. Allerdings kommt es darauf an, im Umgang mit der Sonne das richtige Maß zu finden und ein paar Regeln zu beachten, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt.

Trockene, rissige Haut, Entzündungen und Juckreiz: Die Symptome der Neurodermitis können für Betroffene zur Qual werden. Linderung verspricht jedoch häufig der Beginn der warmen Jahreszeit, da sich die langwelligen UVA-Strahlen der Sonne positiv auf die kranke Haut auswirken. Mit ihrer antibakteriellen Wirkung lassen die UVA-Strahlen bestehende Entzündungen leichter abheilen und normalisieren das bei Neurodermitis überschießende Immunsystem. Darüber hinaus hemmen sie bestimmte Entzündungszellen, die in der Haut von Neurodermitikern besonders häufig vorkommen.

Dabei kommt es darauf an, die positive Wirkung der Sonne zu nutzen, ohne Sonnenbrand oder Hautkrebs zu riskieren. Neurodermitiskranke sollten sich daher ebenso wenig wie andere Menschen ungeschützt der Sonne aussetzen, da jeder Sonnenbrand einen neuen Schub auslösen kann. Besondere Vorsicht ist geboten bei denjenigen, die ein Medikament einnehmen. So sollten Patienten mit schwerer Neurodermitis, die eine innerliche Behandlung mit einem Immunsuppressivum durchführen, auf Sonnenbäder verzichten und für einen guten Sonnenschutz sorgen. Da Immunsuppressiva das bei Neurodermitis überaktive Immunsystem herabsenken, könnte eine starke Sonneneinstrahlung diesen Effekt auf unerwünschte Weise verstärken. Doch auch bei anderen Medikamenten kann die Sonne unliebsame Reaktionen auslösen: Zahlreiche Wirkstoffe wirken photosensibilisierend, machen die Haut also empfindlicher gegen UV-Licht. In Verbindung mit der Sonne kann es bei Medikamenten auch zu Hautreaktionen oder Allergien kommen. Dazu gehören unter anderem Teerprodukte, bestimmte Antibiotika, Chemotherapeutika, Rheumamittel, entwässernde Mittel sowie Antidepressiva, die Johanniskraut enthalten.

Bei Neurodermitis ist die Haut besonders stark von so genannten Mastzellen durchsetzt, die entzündungs- und juckreizfördernde Moleküle enthalten. Diese Moleküle können freigesetzt werden und Juckreiz auslösen, sobald die Haut durch Schweiß und extreme Temperaturen gereizt wird. Betroffene sollten daher auf atmungsaktive oder weite Kleidung achten, um unnötige Hautreizungen durch Schwitzen zu vermeiden. Gleichzeitig ist auch für Neurodermitiker ein Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor unverzichtbar. Für viele ist es aber schwierig, ein geeignetes Produkt zu finden, da sie empfindlich auf bestimmte Zusatzstoffe wie Konservierungs- oder Duftstoffe reagieren. Wer unsicher ist, sollte daher seinen Hautarzt um Rat fragen, bevor er sich für ein Sonnenschutzmittel entscheidet, das unter Umständen teuer ist und dennoch nicht vertragen wird.

Quelle: dha

Viele weitere Informationen über Neurodermitis finden Sie auf den folgenden Seiten ...

 

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