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Neid ... und wie man damit umgeht

Der Neid hat gute und schlechte Seiten

Wer kann schon von sich behaupten, noch nie im Leben auf einen anderen Menschen neidig gewesen zu sein? Neid ist etwas ganz Alltägliches. Wird uns doch durch die Werbung ständig vorgegaukelt, dass die wirklich wichtigen Dinge im Leben - der neue BMW, die Espresso-Maschine, der Karibik-Urlaub - im Materiellen zu suchen sind. Wehe dem, der da nicht gleich zum nächsten Händler pilgert, um sich das umworbene Produkt (am Besten noch vor allen anderen) zu sichern. Spätestens beim nächsten Tratsch mit der Nachbarin würde man es bereuen.

Neid ist ein Gefühl in uns drinnen, so wie Begierde, Wut, Traurigkeit oder Liebe. Allerdings ist es verpönt, seinen neidischen Emotionen freien Lauf zu lassen. Also fressen wir den Neid zumeist in uns hinein und lassen es zu, dass er zu mächtiger Größe anwachsen kann, uns unsere Lebensfreude nimmt und manchmal sogar unser Leben zerstört. In der christlichen Tradition wurde diese zerstörerische Kraft des Neides schon früh erkannt - nicht umsonst zählt Neid zu den sieben Todsünden.

Aber der Neid hat auch seine guten Seiten: er spornt uns zu geistigen und sportlichen Höchstleistungen an, weckt unseren Ehrgeiz und setzt Energien frei, die sonst nur träge vor sich hin schlummern. Ob der Neid für uns positiv oder negativ ist, hängt also ganz davon ab, was wir aus diesem Gefühl machen und wie wir damit umgehen.

Wenn wir Situationen, in denen wir neidisch werden, hinterfragen, dann kommen wir schnell zu der Erkenntnis, dass es meist gar nicht um das Neidobjekt an sich geht, das unser Blut in Wallung bringt. Nicht das neue Auto des Nachbarn oder die Beförderung des (eigentlich viel unfähigeren) Kollegen ist es, die uns aufregt, sondern unsere damit verbundene Annahme, dass dies den Anderen glücklicher machen könnte. Und glücklich sein, wollen doch in erster Linie wir selbst, oder?

Wenn wir es also schaffen, uns selbst glücklich zu fühlen, dann werden wir nicht neidisch auf das Glück der Anderen schielen. Dann geben wir diesen Gefühlen keine Chance, negative Macht über unser Leben auszuüben. Wenn Sie also das nächste Mal der Neid packt, dann fragen Sie sich, wonach Sie sich wirklich sehnen und was Sie wirklich glücklich macht. Liegt Ihr Glück wirklich in den materiellen Dingen, wie uns Gesellschaft und Medien einreden wollen, oder doch ganz woanders?

Wichtig ist, dass Sie sich nicht durch unerreichbare oder zu hohe Ziele und Wünsche selbst die Chance auf Ihr Glück nehmen. Setzen Sie sich realistische Ziele, die Sie auch erreichen können. Wenn Sie erreichbare Möglichkeiten zu mehr Zufriedenheit entdeckt haben, setzen Sie sie auch in die Tat um. Finden Sie einfach Ihre persönliche Glückformel im Leben und der Neid der Anderen wird Ihnen sicher sein.



 

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