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Naturrezepte gegen Muskelkater

Viele machen zu lange keine Bewegung

09.05.2006

Die Muskulatur nimmt 40 bis 50 Prozent unseres Körpergewichtes ein und hat damit neben einer stabilisierenden und dynamischen Funktion, auch die wichtige Aufgabe in ständiger Kooperation und Verbindung mit unserem zentralen Nervensystem zu stehen. 639 Muskeln hat der Mensch, die allesamt  bis in die feinsten Kapillaren gut durchblutet sein müssen, um voll funktionsfähig zu sein. Wer bei der Gartenarbeit durchhalten und beim Sport gute Leistungen vollbringen will, muss über störungsfreie, optimale Muskel-Funktionen verfügen.

Muskelverletzungen kommen am häufigsten vor, dazu gehört auch der Muskelkater: Etwa 20 Prozent aller Freizeitsportlerund aller Gartenbesitzer erleiden jährlich ein- oder mehrmals einen Muskelkater. Ein Muskelkater hat jedoch absolut nichts mit einem "Kater" zu tun. Der Name kommt von dem Wort Katarrh und wurde im Volksmund verändert. Der Muskelkater ist im Grunde genommen eine mit Schmerzen verbundene Schutz-Reaktion des Körpers. Es soll damit verhindert werden, dass der geschädigte und betroffene Muskelbereich weiter belastet wird und sich regenerieren kann. Ganz bestimmte Muskelpartien schmerzen höllisch. Interessanterweise aber in den meisten Fällen erst mit einer Zeitverzögerung von etwa einem halben Tag bis zu 24 Stunden. Aber auch nach der Einnahme bestimmter Medikamente und bei epileptischen Anfällen kann ein Muskelkater entstehen. Ein Muskel, der vom Muskelkater befallen wurde, ist hart, angeschwollen, kraftlos und sehr schmerzhaft.

Muskelkrämpfe und Muskelkater nicht verwechseln: Muskelkrämpfe sind oft die Vorboten eines Muskelkaters. Muskelkrämpfe treten meist schon während oder unmittelbar nach dem Sport oder während der Arbeit auf und tun höllisch weh. Bei Muskelkrämpfen sollte man die Bewegung nicht sofort stoppen, sondern nach Möglichkeit langsam und moderat weitermachen. Sonst nimmt die Übersäuerung im Gewebe nicht mehr zu. Muskelkrämpfe sind in vielen Fällen die Folge von Mangelerscheinungen, von Defiziten an den Mineralstoffen Magnesium und Kalium.

Muskelschmerzen auch ohne Sport und Gartenarbeit

Zum Beispiel im Zuge einer Virusgrippe, da tun alle Muskeln weh. Aber auch Rheuma kann Muskelschmerzen auslösen. Bei Leberzirrhose, Nierenversagen, Durchblutungsstörungen oder Nervenerkrankungen können auch Muskelschmerzen auftreten, meist aber erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Krankheit. Treten solche Muskelschmerzen ohne Sport, Arbeit und Krankheit auf, dann sollte man vom Arzt die Ursachen abklären lassen. Wirbelsäule und Knochen sollten untersucht werden bzw. Fehlbelastungen, rheumatische Beschwerden, die Durchblutung und Ernährung kontrolliert werden.

Ursachen des Muskelkaters

Viele Menschen haben den ganzen Winter keine Bewegung gemacht, haben untrainierte Muskeln und Gelenke und nehmen auf diese Ruhephase keine Rücksicht. Sie stürzen sich mit Ehrgeiz in ihr Fitness-Vergnügen und leiden dann wochenlang an der Überbelastung, die sie ihrem Körper zugemutet haben. Viele denken, sie müssen sofort alles geben, müssen Spitzen- und Rekord-Leistungen erbringen. Und dabei kommt es zu Unfällen, oder aber zu Zerrungen, Prellungen und Verstauchungen. Lange Zeit war die Ursache für den  Muskelkater unter Experten umstritten. Vielfach wurde vermutet, der Auslöser könnte eine zu hohe Milchsäure-Produktion und damit eine Übersäuerung des Muskels sein. Nach neuesten Erkenntnissen erscheint dies unwahrscheinlich. Sportmediziner konnten nachweisen, dass bei intensivem Sport durchaus hohe Werte an Milchsäure aufgebaut werden, ohne dass der betreffende Sportler hinterher über einen Muskelkater klagt. Die Schmerzen entstehen dagegen meist nach einer Folge ungewollter Brems- und Abfang-Bewegungen: Beim Bergablaufen, beim Treppen herabsteigen, beim Joggen und bei dynamisch belastenden Sportarten wie Fußball, Volleyball oder Tennis. Die Ursache für den Schmerz ist eine mechanischeBelastung kleinster Muskelfasern. Untersuchungen unter dem Elektronen-Mikroskop haben den Sport-Orthopäden Prof. Dr. Andreas Imhoff an der Technischen Universität München überzeugt, dass in diesen Fasern feine Risse entstehen. Durch die kleinen Risse in der Muskulatur dringt langsam Wasser ein. Es bilden sich winzige Ödeme. Die Muskulatur schwillt leicht an und wird gedehnt. Dieser Dehnungs-Schmerz ist dann der Muskelkater.

Die geschädigte Muskulatur braucht oft 14 Tage bis zur völligen Abheilung der Mikrorisse. Und weil durch die Entstehung der Mikrorisse einzelne Muskelzellen zerstört werden, kommt es im Zuge von Entzündungsreaktionen zu einer Einwanderung von weißen Blutzellen - den Leukozyten. Durch den verstärkten Eiweißabbau kommt es zu einer Gewebe-Anschwellung und zu einem erhöhten Gewebedruck. Dieser Druck und die anfallenden Stoffwechselprodukte lösen den Schmerz aus. Dabei ist die Durchblutung gestört. Das ist ein wichtiger Aspekt für die Behandlung des Muskelkaters.

Was man gegen einen Muskelkater tun kann

Früher hat man oft geraten, als erste Reaktion kalte Umschläge zu setzen. Heute weiß man, dass das falsch war. Das verletzte Muskelgewebe braucht für eine bessere Durchblutung Wärme. Dadurch können die Stoffwechselabfälle der Mikrorisse im Muskel schnell  abtransportiert und Vitalstoffe angeliefert werden. Die Selbstheilreaktionen des Körpers können aktiviert werden. Ein zusätzliches Dehnen würde im verletzten Muskel weitere Schäden nach sich ziehen und die Heilung bremsen.

Die Durchblutung kann durch durchblutungsfördernde Naturmittel gefördert werden, wie beispielsweise durch den  traditionellen Franzbranntwein, asiatischen Tigerbalm, Propolis-Salbe aus dem Bienenstock und alle Einreibemittel, die Kampfer, Menthol und Latschenkiefer-Öle enthalten (in der Apotheke erhältlich)

Auch Sauna-Besuche bzw. Besuche in einer Infrarot-Wärme-Kabine und warme Wannenbäder mit einem Rosmarin-Badezusatz können die Durchblutung fördern.

Ruhig stellen braucht man den betroffenen Körperteil bei Muskelkater dagegen nicht. Bewegungen mit einer herabgesetzten Belastung haben sich als förderlich erwiesen.

Bei der Ernährung sollte man darauf achten, vitaminreiche undmineralstoffreiche Ernährung wie Obst und Gemüse zu sich zu nehmen. Alkohol sollte gemieden werden, da dieser die Heilung des Muskelkaters bremst

Vorbeugende Maßnahmen gegen einen Muskelkater
  • Wer Sport treibt, hat einen höheren Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen. Daher sollte man grundsätzlich verstärkt Obst und Gemüse essen, und tierische Fette und zu große Mengen an Fleisch reduzieren.

  • Viel trinken ist auch sehr wichtig, da man durch das Schwitzen viel Flüssigkeit verliert. Beim Laufen, Wandern und Radfahren sind es in einer Stunde bis zu 3 Liter. Wenn man da nicht alle 30 Minuten Wasser trinkt, kann es zu Schwindel, Erbrechen und zu Muskelkrämpfen kommen. Also nicht erst trinken, wenn man Durst hat. Das ist zu spät.

  • Eine der preiswertesten Möglichkeiten, dem Mineralstoffmangel entgegenzuwirken - der beim Muskelkater ebenfalls eine große Rolle spielt - ist eine Mischung von einem Drittel Apfelsaft und zwei Drittel stillem Wasser. Durch das Schwitzen verliert man nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte - also Mineralstoffe und Spurenelemente.

  • Zu Beginn des Trainings sorgfältig aufwärmen, extreme Belastungen vermeiden, die Intensität und Dauer des Sportes schrittweise steigern.

  • Wer monatelang gar nichts getan hat, sollte sich moderat bewegen. Er sollte zum Beispiel beim Sport locker mit dem Partner sprechen können, ohne atemlos zu werden.

Die einzelnen Muskelfasern regenerieren sich wieder

Die zerstörten Kollagen-Fasern werden durch neue ersetzt. Doch das braucht Zeit. Erst nach rund einer Woche ist alles überstanden. Dann aber hat der Muskel sogar zugelegt, ist größer geworden.

Quelle: gesundheitswelten

 
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