Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Wie entstehen Muskel-Krämpfe und Verspannungen ?

Wenn Muskeln nicht locker lassen

07.08.2007

Durchblutungsstörungen, Überbeanspruchung, Medikamenteneinnahme, Mineralstoffmangel - die Ursachen für Muskelkrämpfe und Verspannungen sind vielfältig. Ihre Folgen ebenfalls. Vielfältiger, als es sich die meisten Betroffenen vorstellen können. Denn es geht nicht nur um gelegentliche Beschwerden. Auch chronische Verspannungen sowie Rücken- oder Kopfschmerzen können damit einhergehen.

So ist die Muskulatur ausgebaut
 

Unser Körper verfügt über drei Arten von Muskeln. Die glatte Muskulatur (der Eingeweide und Blutgefäße), die Herzmuskulatur und die gestreifte Skelettmuskulatur. Nur diese, auch äußerlich sichtbaren Skelettmuskeln, lassen sich bewusst steuern. Sie bestehen aus mehreren millimeterkleinen Bündeln bis zu 30 cm lang gestreckter Zellen. Zusammengehalten werden diese "Muskelfasern" von Bindegewebe. Im Inneren dieser Fasern finden sich lange, als "Myofibrillen" bezeichnete Eiweißstränge. Diese wiederum bestehen aus speziellen, parallel angeordneten Untereinheiten: den Proteinen "Aktin" und "Myosin". Verschieben sich diese gegeneinander, so verkürzt sich der Muskel und entwickelt dabei seine Kraft.

So werden Bewegungen gesteuert
 

Diese Bewegung kann auch willentlich gesteuert werden und zwar über Nervenfasern, die unser Gehirn direkt mit den Muskelfasern verbinden. Das Gehirn sendet hierzu einen Impuls aus, der über die Nervenfasern bis zum Verbindungsstück zwischen Nerv und Muskel gelangt und dort den Nervenbotenstoff Acetylcholin aussendet. Dieser bewirkt dann - vereinfacht dargestellt - das Gegeneinander-Verschieben von Aktin und Myosin und auf diese Weise das Zusammenziehen des Muskels.

So kommt es zum Muskelkrampf
 
Ist dieses komplizierte System gestört (z.B. durch einen Mangel an Mineralstoffen, durch Schäden der leitenden Nerven oder durch überempfindliche Muskelfasern), so kann es zu einem spontanen, unwillkürlichen Zusammenziehen einzelner kleiner Muskelfasern kommen. Die meisten Menschen kennen dies in Form eines feinen, nicht kontrollierbaren, allerdings auch nicht weiter beeinträchtigenden "Muskelzuckens". Hierbei handelt es sich bereits um kleine Muskelkrämpfe, die, wenn viele Muskelfasern auf einmal betroffen sind, sich zu einem "echten", d.h. starken und sehr schmerzhaften Krampf weiterentwickeln können.

Tückisch: Nächtliche Krämpfe
 
Krämpfe sind vor allem dann problematisch, wenn sie nachts auftreten. Denn während Betroffene in wachem Zustand die Muskulatur dehnen und so den Krampf im Entstehen beenden, unterbleibt dieses Gegensteuern im Schlaf. Der Krampf entwickelt sich voll, ein schmerzhaftes Erwachen kann die Folge sein. Solche Muskelverspannungen ziehen sich oft über Tage oder gar Wochen hin, können chronisch werden und sogar zu generalisierten Schmerzen führen.

Quelle: DGH

Persönlicher Bereich: