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Musik-Therapie : Melodien gegen den Schmerz

Musik als sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen Behandlung

28.04.2006

Musik ist offenbar eine sinnvolle Ergänzung zur medikamentösen Behandlung postoperativer Schmerzen. So lautet das Ergebnis einer aktuellen Metaanalyse unter Leitung von Soledad Cepeda von der Javeriana University im kolumbianischen Bogota. Die Auswertung der Daten von 489 OP-Patienten aus insgesamt 14 Untersuchungen zeigt, dass jene Personen, die nach einem chirurgischen Eingriff Musik hörten, über geringere Schmerzen berichteten. Auch die Gabe von Schmerzmitteln könne durch den therapeutischen Einsatz von Musik reduziert werden, berichten die Mediziner im Fachblatt "The Cochrane Library".

Ein geringerer Verbrauch von Narkotika nach einem Eingriff wirke sich insofern positiv aus, als etwa Übelkeit oder Erbrechen derart gemindert werden. Dass der musikalische Effekt für eine Reduzierung dieser Nebenwirkungen ausgeprägt genug ist, sei aber nicht anzunehmen, so die Wissenschafter. Nichtsdestotrotz würden Kostengünstigkeit und Unbedenklichkeit für den Einsatz der Melodien sprechen.

"Wir wussten bisher nicht, ob Musik tatsächlich Wirkung zeigt", so Cepeda. "Jetzt ist zumindest klar, dass Musik akuten postoperativen Schmerz lindern kann." Damit stehe Ärzten in Ergänzung zu den Medikamenten ein Instrument zur Schmerzlinderung zur Verfügung. Die positiven Effekte von Musik nach einem chirurgischen Eingriff zeigten sich laut Bericht davon unabhängig, ob die Patienten selbst die Musikrichtung auswählten oder nicht.

Für den beschriebenen Zusammenhang machen die Mediziner neben Entspannung und Ablenkung auch ein größeres Kontrollgefühl verantwortlich: Viele Patienten hätten bei verordneter Medikamenten-Gabe den Eindruck, keine Kontrolle über die Therapie zu haben. Musik helfe, ein Gefühl des Ausgeliefertseins zu reduzieren, meint die an der Untersuchung beteiligte Forscherin Ruth McCaffrey von der Florida Atlantic University.

Quelle: news-medical.net

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