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Modern Times Gesundheit

Themen der Sendung vom 10. Dezember 2004

Elisabeth Vogel präsentiert das ORF-Gesundheitsmagazin am Freitag, dem 10. Dezember 2004, um 22.35 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Blutvergiftung

Trotz moderner Medizin ist die Sepsis, die schwere Blutvergiftung, immer noch die häufigste Todesursache auf Intensivstationen. In Österreich sterben jedes Jahr rund 15.000 Menschen an einer Sepsis. Deutsche Wissenschafter testen jetzt ein neues Blutwäsche-Verfahren, das die Sepsis auslösenden Giftstoffe gezielt und schnell aus dem Blut fischen kann und so die Gefahr bannen soll. Ursache einer Blutvergiftung ist oft eine banale Infektion mit Bakterien, ein Abszess, eine Lungen-, Herz- oder Nierenbecken-Entzündung. Wenn diese Bakterien ins Blut verschleppt werden, kann der Kreislauf zusammenfallen und es können lebensnotwendige Organe geschädigt werden. Die Ärzte sind dann oft machtlos. Jeder zweite Sepsis-Patient stirbt.

Bluttest für Bauchschlagader

In Österreich leidet jeder zwölfte Mann über 60 an einer gefährlichen Ausdehnung der Bauchschlagader, einem so genannten Aneurysma. Erreicht die Schlagader einen Durchmesser von mehr als fünf Zentimetern und dehnt sich schnell aus, kann sie platzen und der Patient verblutet. Die einzige Lösung ist, rechtzeitig zu operieren. Allerdings wird die Ausdehnung oft zu spät erkannt, weil Patienten anfangs nichts davon spüren. Innsbrucker Forscher haben jetzt einen Bluttest entwickelt, mit dem sie schnell wachsende von langsam wachsenden Aneurysmen erstmals unterscheiden können. 250 Risikopatienten könnte damit in Zukunft durch eine Operation das Leben gerettet werden.

Gestresste Patienten

Viele Menschen, die vor einer Operation stehen, sind schlecht bis gar nicht auf den Eingriff vorbereitet und leiden dadurch unter erhöhtem Stress. Solche Risikopatienten neigen zu Komplikationen. Sie haben auch einen schlechteren Heilungsverlauf und verbringen mehr Zeit auf der Intensivstation. "Relaxte" Menschen verbringen in der Regel nach einer Operation weniger Zeit in der Intensivstation. Dies hat eine deutsch-österreichische Studie gezeigt. Mit Hilfe einer Befragung vor der Operation sollen solche Risikopatienten in Zukunft ausgefiltert und besser auf den Eingriff vorbereitet werden.

Babyscreening

In Österreich werden neugeborene Babys sofort nach der Geburt "gescreent". Mit einem einfachen Bluttest werden am dritten Lebenstag angeborene Stoffwechselstörungen aufgespürt. Die Krankheiten können dann sofort mit Diät oder Medikamenten behandelt und so bleibende Schäden verhindert werden. Es gibt auch schwere vererbte Erkrankungen, die mit Gentests bereits im Mutterleib diagnostiziert und auch therapiert werden. Ziel dieses Babyscreenings ist die frühe Therapie. Flächendeckende Gentests, um die Neigung für Krankheiten aufzuspüren, ohne dass es dafür auch eine Behandlung gibt, lehnen die Experten ab.

Muskelschwund

4.000 Österreicher leiden an dem so genannten Charcot-Marie-Tooth-Syndrom, kurz CMT oder auch Muskelschwund genannt. Im Gegensatz zu multipler Sklerose sind beim vererbbaren Muskelschwund nur die peripheren Nerven geschädigt, wodurch es ausschließlich zu einer Muskelschwäche in Beinen und Armen kommt. Viele CMT-Patienten leiden an schmerzhaften Verformungen der Füße, die eine Operation notwendig machen. Die Krankheit schreitet langsam voran, kann im Erwachsenenalter aber zu schweren Behinderungen führen. Bisher konnten nur die Symptome gelindert werden. Französische Wissenschafter haben jetzt die erste medikamentöse Behandlungsform gefunden. Schlichtes Vitamin C hat im Tiermodell zu einer verbesserten Muskelkraft und sogar zu einer Regeneration der beschädigten Nerven geführt. Nun sollen auch in Österreich die ersten Patientenstudien mit Vitamin C beginnen.

Quelle: ORF


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