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Einnahme der Medikamente wird oft vernachlässigt

Lassen Sie sich ausführlich von Ihrem Arzt und/oder Apotheker informieren

22.03.2007

Die beste Arznei nützt nichts, wenn man sie nicht nimmt. Wissenschaftliche Untersuchungen kommen zu alarmierenden Ergebnissen: Nicht einmal jeder zweite Patient, der an einer gefährlichen chronischen Erkrankung wie Bluthochdruck oder Diabetes leidet, nimmt regelmäßig seine Tabletten. Die anderen setzen sie irgendwann ab. Mangelnde Therapietreue ist sogar unter Brustkrebspatientinnen verbreitet. Ein Jahr nach Behandlungsbeginn nehmen nur noch 77 Prozent der Patientinnen ihre Medikamente ein, nach vier Jahren sind es nur noch die Hälfte. Das hat eine Studie in den USA ergeben, berichtet der "Ratgeber aus Ihrer Apotheke" in seiner April-Ausgabe.

Tabletten im Mülleimer und nicht eingelöste Rezepte beweisen: Hier liegt offenkundig einiges im Argen. Viele fürchten sich vor zu vielen Tabletten, kommen mit den häufigen Einnahmezeiten nicht klar oder haben Angst vor Nebenwirkungen. Nicht selten wird die Tabletteneinnahme auch schlicht vergessen, insbesondere im fortgeschrittenen Alter sind manche Patienten mit der Einnahme vieler verschiedener Medikamente leicht überfordert.

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Der geschäftige Fließbandbetrieb in vielen Arztpraxen ermuntert nicht gerade zu vertraulichen Gesprächen. Oft fehlt die Zeit für eine ausführliche Erläuterung der Behandlung. Doch ein gutes Vertrauensverhältnis zum Arzt ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Teilen Sie ihm Ihre Vorbehalte mit, bestimmte Medikamente einzunehmen. Möglicherweise gibt es Alternativen. Wenn Sie nicht mehrmals täglich Tabletten einnehmen möchten, bieten sich vielleicht Kombinationspräparate mit längerer Wirkzeit an. Lassen Sie sich in jedem Fall den Sinn der Behandlung genau erklären. Haken Sie selbstbewusst nach, wenn Sie das Fachchinesisch nicht verstehen.

Machen Sie sich auch an anderer Stelle schlau über Ihre Erkrankung und die Behandlungsmöglichkeiten. Der Apotheker ist immer ein kompetenter Ansprechpartner bei allen Fragen rund um Arzneimitteleinnahme und -wirksamkeit. In Selbsthilfegruppen finden chronisch Erkrankte sachkundige Gesprächspartner und viel Unterstützung. Nehmen Sie Ihre gesundheitlichen Probleme konsequent in Angriff, dann sind Sie ihnen nicht mehr hilflos ausgeliefert.

Eine Tablettenbox, die einmal in der Woche "gepackt" wird, kann helfen, den Überblick zu wahren und das tägliche Leben zu erleichtern. Am besten steht die Box griffbereit auf dem Tisch, so dass die richtige Dosis zu jeder Mahlzeit nicht vergessen wird. Die Kassette ist auch auf Reisen praktisch. Noch ein Tipp: Die Beipackzettel bitte immer aufheben.

Quelle: dgk

 

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