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Medikamente und Autofahren

Infos über Wirkung auf die Verkehrssicherheit

Am 7. April ist Weltgesundheitstag. Dieser steht heuer ganz unter dem Motto "Sicher fahren - gesund ankommen". Aus diesem Grund hat die Österreichische Apothekerkammer die Initiative "Arzneimittel im Straßenverkehr" gestartet, welche die Zusammenhänge von Medikamenten und Verkehrssicherheit aufzeigen soll.

Durch unsachgemäße Einnahme von Arzneimitteln kann die Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt, die Sinneswahrnehmung verändert, die Koordinationsfähigkeit verringert oder sogar das Sehvermögen beeinträchtigt werden. Die Gefahr wird aber oft unterschätzt. Informationen auf Beipackzetteln bieten nur einen ersten Hinweis. Ein Gespräch mit dem Arzt oder Apotheker bringt mehr Sicherheit.

Beim Thema Arzneimittel und Straßenverkehr wird oft vergessen, dass das plötzliche Absetzen von Medikamenten genauso riskant sein kann wie die falsche oder unsachgemäße Einnahme. "Es ist ein gefährlicher Irrtum zu glauben, ohne benötigte Medikamente "verkehrstüchtiger" zu sein. Wenn ein Diabetiker beispielsweise seine Tabletten falsch oder plötzlich gar nicht einnimmt, oder wenn zum Beispiel Bluthochdruck nicht ausreichend behandelt wird, kann es beim Autofahren zu gefährlichen Situationen kommen", erklärt Dr. Christiane Körner, Vizepräsidentin der Österreichischen Apothekerkammer. "Daher unsere Bitte an alle Autofahrer: Setzen Sie Ihre notwendige Medikamente nie selbständig und ohne Rückfrage abrupt ab!"

Arzneimittel wirken sehr unterschiedlich. Es gibt große individuelle Unterschiede bei Wirkung, Abbaurate und Nebenwirkungen von Arzneistoffen. Es spielen auch Alter, Geschlecht, Körperbau und Gewicht eine Rolle. Wichtig ist, dass die Präparate wie verordnet eingenommen werden. Falsche Dosierungen können sich mitunter negativ auswirken. Manche Arzneistoffe könne sich gegenseitig beeinflussen.

Aus diesen Gründen ist es schwierig, für einzelne Medikamente eine allgemein gültige Skala für das Ausmaß der Beeinträchtigung der Verkehrstüchtigkeit aufzustellen. Bei einigen Gruppen von Arzneimitteln ist aber in jedem Fall erhöhte Vorsicht geboten. Das gilt vor allem dann, wenn sich die einzunehmende Dosis geändert hat. Der Körper braucht einige Tage, um sich darauf einzustellen. Das gilt zum Beispiel für Mittel gegen Bluthochdruck, es gilt aber auch für Arzneimittel gegen Diabetes - bei ungewohnter, vermehrter körperlicher Betätigung kann die Gefahr einer Unterzuckerung auftreten.

Das größte Risiko bergen wohl einige Psychopharmaka und bestimmte Schlafmittel. Dazu Körner: "Reste von Schlafmitteln können auch am darauffolgenden Morgen noch im Blut zirkulieren. Eine Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit kann weiters von starken Schmerzmitteln, starken muskelentspannenden Mitteln aber auch von Augenpräparaten - bei manchen Tropfen bleibt ein Film am Auge - herrühren. In vielen Fällen gibt es mittlerweile Alternativen. So machen zum Beispiel moderne Antihistaminika, wie sie gerade jetzt im Frühjahr häufig bei Allergien bzw. Heuschnupfen eingesetzt werden, kaum mehr müde".




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