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Luftbefeuchter : Fälle von Lungenerkrankung entdeckt

Verunreinigtes Wasser führte zu Fieber und Husten

Im Jahr 2004 erkrankten in Bayern und Baden-Württemberg 14 Menschen aus zunächst unbekannter Ursache an wiederholt auftretenden Fieberschüben, Husten und Atemnot. Die behandelnden Ärzte leisteten wahre Detektivarbeit, um der Ursache auf den Grund zu kommen: Schuld waren Zimmerspringbrunnen oder Luftbefeuchter mit Ultraschall-Vernebelung, die in vielen Verbrauchermärkten preiswert zu haben sind.

Auslöser war verunreinigtes Wasser in den Verneblern, das bei den Patienten zu einer exogen-allergischen Alveolitis bzw. in zwei Fällen zu einer toxischen Reaktion führte. Die Zimmerspringbrunnen waren mit destilliertem Wasser gefüllt worden, das jedoch nicht steril ist. In dem Wasser ließen sich Bakterien, Schimmelpilze und Hefepilze nachweisen.

Lungenfachärzte von der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und klinische Immunologie (DGAI) konnten im Blut der Patienten spezifische Antikörper gegen mindestens eine Komponente aus dem benutzten Wasser nachweisen. Um die Diagnose abzusichern, ließ man die Patienten Nebel des mitgebrachten Wassers aus ihren Zimmerspringbrunnen einatmen. Dabei konnten unmittelbar danach die typischen Krankheitssymptome beobachtet werden: Die Patienten bekamen Fieber und Husten.

Die DGAI und der Ärzteverband Deutscher Allergologen (ÄDA) raten daher zur Vorsicht bei der Verwendung von Zimmerspringbrunnen. Wenn es in unregelmäßigen Abständen zu Fieber und Husten kommt, kann ein auf Allergien und Lungenerkrankungen spezialisierter Arzt feststellen, ob mit Mikroorganismen kontaminierter Nebel eine exogen-allergische Alveolitis (EAA) ausgelöst hat. Durch das konsequente Meiden der Auslöser kann diese Lungenkrankheit oftmals gut geheilt werden.

Aus allergologisch-lungenfachärztlicher Sicht rät die DGAI derzeit von der Verwendung von Zimmerspringbrunnen ab. Die Geräte verkeimen rasch und müssen für einen gefahrlosen Gebrauch mit keimfreiem Wasser befüllt und sehr häufig gereinigt werden. Kritisiert wird auch, dass bei preiswerten Verneblern und Zimmerspringbrunnen oftmals keine Gebrauchsanweisung beiliegt, in der auf eine sorgfältige hygienische Wartung der Geräte hingewiesen wird.

Quelle: DGAI




 

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