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200 Jahre Louis Braille - Erfinder der Blindenschrift

Mit Hilfe der Brailleschrift können blinde Menschen lesen

02.01.2009

Louis Braille (1809 - 1852), Schöpfer der gleichnamigen Blindenschrift, feiert am 4. Jänner seinen 200. Geburtstag. "Durch die Erfindung der tastbaren Punktschrift können blinde und stark sehbehinderte Menschen seit fast 184 Jahren mit ihren Händen lesen", würdigt Mag. Gerhard Höllerer, Präsident des Österreichischen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (ÖBSV) den blinden Franzosen. "Braille hat damit den Grundstein dafür gelegt, dass blinde und stark sehbehinderte Menschen nicht mehr Analphabeten sind, sondern vollen Zugang zur Bildung haben und damit ein selbständiges Leben führen können."Noch heute, im EDV-Zeitalter, hat die Brailleschrift eine enorme Bedeutung. Blinde Menschen lernen zwar zunächst die Computertastatur im Zehnfingersystem zu bedienen. Zum Lesen und Kontrollieren des Geschriebenen dient jedoch eine eigene "Braillezeile".

Braille erblindete nach einem Unfall in der Sattlerwerkstätte seines Vaters im zarten Alter von vier Jahren. Doch der wissbegierige Knabe ließ sich von seinem Schicksal nicht entmutigen, baute auf der vom Militär erfundenen "Nachtschrift" auf und schuf als 16-Jähriger das Alphabet seiner "Brailleschrift". Das Geheimnis liegt in sechs Punkten verborgen, die in zwei Spalten zu je drei Zeichen verschiedenartig kombiniert werden und mit deren Hilfe alle Buchstaben mit einer Fingerkuppe rasch ertastbar sind. Für Großbuchstaben und Ziffern gibt es keine eigenen Zeichen, sie werden durch vorangestellte Sonderzeichen angekündigt.

Im Österreichischen Blindenverband widmet sich das von Höllerer ins Leben gerufene ETTM, eine innovative Einrichtung für Text, Ton und Medien, u.a. der Brailleschrift. "Mit Hilfe von technischen Hilfsmitteln werden Bücher, Skripten und Lernunterlagen nach individuellem Wunsch aufbereitet, um blinden und sehbehinderten Menschen Zugang zu einem großen Wissensspektrum zu verschaffen, das ihnen bis dato aufgrund ihrer visuellen Einschränkung vielleicht verwehrt geblieben ist", erklärt der ÖBSV-Präsident die Arbeit des ETTMs, die blinden und sehbehinderten Personen bei ihrer schulischen sowie beruflichen Weiterbildung unterstützt.

Weitere Infos unter www.ettm.at.

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