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Leberfleck - harmlos oder gefährlich ?

Mit der ABCDE-Regel Leberflecke untersuchen

16.04.2009

Leberflecken sind pigmentierte Fehlbildungen der Haut. Man nennt sie auch Muttermale oder Naevi. Sommersprossen und Altersflecken gehören ebenfalls dazu. Die bräunlich gefärbten Flecken finden sich an den unterschiedlichsten Körperstellen, im Laufe der Jahre können es mehr werden. Obwohl sie in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge sind, kann sich dahinter manchmal ein bösartiger Hautkrebs verbergen. Vor allem wenn sich Farbe, Größe und Form der Leberflecken verändern, sollte man einen Hautarzt zu Rate ziehen.

Bei der Hautuntersuchung mit gründlicher Inspektion von Leberflecken gilt die sogenannte ABCDE-Regel: Zeigt ein Leberfleck eine ungleichmäßige Form (A = Asymmetrie), eine unklare Grenze zur umgebenden Hautpartie, d. h. hat er ausgefranste Ränder (B = Begrenzung), eine ungleichmäßige Pigmentierung, d. h. unterschiedliche Farbschattierung (C = "colour") oder ist er im Durchmesser mehr als fünf Millimeter groß (D = Durchmesser) und eventuell vorgewölbt und ertastbar (E = Erhabenheit)? In all diesen Fällen sowie auch dann, wenn ein Leberfleck juckt oder blutet, ist schnellstens eine Untersuchung durch einen Dermatologen geboten.

Am häufigsten sind Basaliome und Plattenepithelkarzinome, die zumeist nur lokal wachsen und durch rechtzeitiges Entfernen der betroffenen Hautpartien wirkungsvoll behandelt werden können. Stets folgt eine Untersuchung des herausgeschnittenen Gewebes, um sicherzugehen, dass es sich um einen gutartigen Fleck handelte.

Demgegenüber ist das maligne Melanom einer der aggressivsten Tumore überhaupt, weil er unbemerkt und unbehandelt schnell Absiedlungen (Metastasen) in anderen Organen und Geweben bildet. Der entsprechende Leberfleck muss operativ entfernt werden. Solange die Erkrankung noch nicht allzu tief in das Hautgewebe vorgedrungen ist, kann der Eingriff ambulant in einer Hautarztpraxis vorgenommen werden. Ob es sich tatsächlich um eine gutartige Veränderung oder Hautkrebs handelt, kann allerdings ebenfalls erst nach der OP mittels einer mikroskopischen Gewebeanalyse einwandfrei festgestellt werden.

Quelle: dgk

 

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