Herzlich Willkommen!
Schön, dass Sie die neue Webheimat besuchen!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Internationaler Tag gegen Lärm am 20. April 2005

Lärm wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit und Lebensqualität aus

Das Ohr ist nicht verschließbar - unser Organismus hat keine Möglichkeit, uns vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu schützen, die uns der Lärm zufügt. Daher müssen wir versuchen, bewusst Lärm zu vermeiden und zu einer ruhigeren Umwelt beizutragen! Mehr als 40 Länder starten am 20. April 2005 mit zahlreichen Aktivitäten, um möglichst viele Menschen über die Gefahren des Lärms zu informieren.

Lärm wirkt sich negativ auf unsere Gesundheit und Lebensqualität aus. Er ist der häufigste Grund für Beschwerden in unserer Zeit und zwar in einem doppelten Sinn: Lärm verursacht Belästigungen die bis zur Gesundheitsschädigung führen können und ist häufig Anlass für soziale Konflikte im Wohnbereich und am Arbeitsplatz. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Lärmbelastung auch die Entwicklung verschiedener Erkrankungen im Gesamtorganismus begünstigen und damit zu gesundheitsschädigenden Auswirkungen führen kann. So können Herz-Kreislauferkrankungen (Herzinfarkt, Bluthochdruck), psychovegetative Erschöpfungszustände (Depressionen, Schlafstörungen, Stress, Leistungsminderung) und andere Zivilisationskrankheiten von Lärm mit verursacht werden.

Lärm ist aber nicht nur ein Ärgernis und eine Gefahr für Erwachsene. Gerade bei unseren Kindern und Jugendlichen kann sich Lärm besonders nachteilig auf ihre Gesundheit und weitere Entwicklung auswirken (z.B. Lernschwierigkeiten, frühzeitige Lärmschwerhörigkeit). Dazu trägt wesentlich bei, dass sie in ihrem alltäglichen Leben nicht nur zu Hause und in der Schule vielfältigen Lärmquellen ausgesetzt sind (z.B. Straßen , Schienen und Fluglärm), sondern sich bei Freizeitaktivitäten selbst hohen akustischen Belastungen aussetzen. Insbesondere der Besuch von Diskotheken und das Hören von lauter Musik mit Kopfhörern können, wie mehrere Untersuchungen gezeigt haben, zu vorübergehender und bei wiederholter Einwirkung zu bleibender Gehörschädigung führen.

Der Hauptinitiator des Internationalen Tages gegen Lärm ist die League for the Hard of Hearing (Verband der Gehörgeschädigten) in New York City. Weitere 44 Länder schließen sich am 20. April 2005 den Aktionen des Internationalen Tages gegen Lärm an. Auch der Österreichische Arbeitsring für Lärmbekämpfung (ÖAL) möchte an diesem Tag auf die Bedeutung des Lärms als Umweltproblem in Österreich hinweisen, wenn auch durch zahlreiche Maßnahmen, insbesondere an Straßen- und Schienenstrecken schon viel in bezug auf Lärmminderung erreicht wurde. Dabei ist in Österreich der Straßenverkehr die mit Abstand bedeutendste Lärmquelle. Der Mikrozensus 2003 zeigt, dass sich rd. 29 Prozent der Bürger tags und/oder nachts durch Lärm gestört fühlen, wobei von 73,5 Prozent der Verkehrslärm - insbesondere der Straßenverkehrslärm - als größte Lärmquelle genannt wurde. Der Schienenverkehr ist mit ca. 7 Prozent der Nennungen als Ursache der starken oder sehr starken Lärmstörung nur ein örtliches Problem, desgleichen der Flugverkehr mit ca. 6 Prozent.

Quelle: ÖAL


Das Bayerische Gesundheitsministerium hat anlässlich des Tag des Lärms das Projekt ''earaction'' präsentiert, das gemeinsam mit der Fachhochschule München entwickelt wurde.. Mit earaction kann jeder direkt online am PC spielerisch erleben, wie gut sein Gehör ist und wie er es schützen kann. Hier kommen Sie direkt zur earaction-Webseite ...


Ähnliche Artikel in der Webheimat:


Persönlicher Bereich: