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Warum lächeln wir ?

Nichts verrät mehr über das Seelenleben als der Gesichtsausdruck

29.09.2006

Schon Babys erfreuen ihre Eltern mit einem strahlenden Lächeln. Dass die Kleinen lächeln, bevor sie sprechen, sitzen oder krabbeln können, liegt daran, dass sie es nicht erlernen müssen. Lächeln ist angeboren und universell. Überall auf der Welt wird in bestimmten Situationen gelächelt. Unsere entfernten Verwandten, die Affen, zeigen in Situationen, in denen auch wir uns freuen würden, vergleichbare Gesichtsausdrücke.

Lachen kann der Mensch seit insgesamt sieben Millionen Jahren. Vor etwa zwei Millionen Jahren entwickelten unsere Vorfahren die Fähigkeit ihre Gesichtsmuskeln willkürlich zu steuern. Als Folge lernten die Frühmenschen das zuvor "unwillkürliche" Lachgesicht für eine Reihe neuer Funktionen einzusetzen. "Lächeln und Lachen sind heute vor allem sozialer Klebstoff", sagt Carsten Niemitz, Professor für Humanbiologie und Mimikforscher an der Freien Universität Berlin.

"Zum einen ist das Lächeln Ausdruck einer positiven emotionalen Reaktion. Zum anderen ist es das wichtigste soziale Signal zur Beziehungsregulierung", sagt auch die Psychologin Eva Bänninger-Huber vom Universitätsklinikum Innsbruck. Lächeln ist ein wichtiger Bestandteil von Kommunikation. Wenn ein Mensch einen anderen im Gespräch anlächelt, weiß der Gesprächspartner, wie das Gesagte gemeint ist.

Manchmal kommt Lächeln auch in schwierigen Situationen zum Einsatz, beispielsweise nervöses oder scheues Lächeln. In solchen Fällen hilft das Lächeln nach den Worten der Wissenschaftlerin über einen unangenehmen Moment hinweg. Denn Menschen, die angelächelt werden, lächeln meist zurück. Ob es sich um ein echtes oder ein aufgesetztes Lächeln handelt, erkennen die meisten Menschen intuitiv. Ein echtes Lächeln ist im gesamten Gesicht zu erkennen. Es bilden sich um die Augen Krähenfüße und die Wangen heben sich. Soziales oder aufgesetztes Lächeln dagegen beginnt und endet meist abrupt. Die Augen lächeln nicht mit.

Lächeln hat eine stimulierende und damit kräftigende Wirkung auf den gesamten menschlichen Organismus. Eine Studie von Kardiologen vom University of Maryland Medical Center hat ergeben, dass Menschen mit viel Sinn für Humor Wesentliches zur Vorbeugung eines Herzinfarktes tun. Neben Sport, Nichtrauchen und gesunder Ernährung ist also auch ein "herzhaftes" Lächeln empfehlenswert, um sein Herz effektiv zu schützen. Humor stärkt dazu das Immunsystem, fördert jeden Heilungsprozess, reduziert Stress und ist sogar eine wirkungsvolle Entspannungstechnik.

Professor R. B. Zajonc von der Stanford University und Mimikforscher Dr. Paul Ekman fanden außerdem heraus, dass das Gehirn lächelnder Menschen viel besser mit Sauerstoff versorgt wird, weil die Aktivierung der Gesichtsmuskeln beim Lächeln jene Blutgefäße positiv beeinflusst, die das Gehirn mit Sauerstoff versorgen. Und unser Körper schüttet als Extra-Zugabe das ‚Glückshormon’ Endorphin aus, wir lächeln uns also sogar nachhaltig fröhlich.

Quelle: dgk

 

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