Herzlich Willkommen!
Bitte lesen Sie » diesen Hinweis zur Webheimat-Gemeinde!
 
 
Schriftgröße:
12345
 
 

Krebs Vorsorge ist auch Männersache

Die neue Vorsorge Kampagne der Österreichischen Krebshilfe


Bildquelle: Krebshilfe
Männer sind Vorsorgemuffel: Ungesunder Lebensstil und Ignoranz gegenüber Gesundheitsrisiken tragen dazu bei, dass Männer im Schnitt sechs Jahre früher sterben als Frauen. Dieser Unterschied zeigt sich auch bei der Inanspruchnahme von Vorsorgeuntersuchungen.


Experten in ganz Europa sprechen von einer "Krise" in der Männergesundheit. Aufgrund schlechter Gesundheitsgewohnheiten, der Scheu davor, einen Arzt aufzusuchen, einer nur sehr geringen Bereitschaft aktive Vorsorge zu betreiben (2003 unterzogen sich rund 500.000 Österreicherinnen einer Gesundenuntersuchung, aber nur 350.000 Österreicher) und einem generell risikoreicheren Verhalten haben Männerheute eine um statistisch gesehen sechs Jahre kürzere Lebenserwartung als Frauen. Tödliche Unfälle und auch Selbstmord (!) sind bei Männern ungleich höher als bei Frauen.

Männer sterben also früher. Oder in Altersgruppen eingeteilt sterben immer relativ mehr Männer als Frauen pro Altersgruppe. Das beginnt schon bei den Kindern. Die Wahrscheinlichkeit, im Alter zwischen 15 und 29 zu sterben, ist bei Männern dreimal so hoch wie bei Frauen!

Worunter Männer leiden

Männer leben kürzer, fühlen sich aber subjektiv gesünder, sie nehmen Krankheiten einfach weniger wahr als Frauen. Spitzenreiter an belastenden Faktoren betreffend Lebensstil sind unausgewogene Ernährung, übermäßiger Genuss von Alkohol und Nikotin. Immerhin sind fast ein Drittel (32 %) der Männer, aber nur wenig mehr als ein Viertel (26%) der Frauen in Österreich Raucher. Bei Alkoholproblemen sind die Unterschiede noch deutlicher: Rund zehn Prozent der erwachsenen Österreicher sind Alkoholiker. Das betrifft etwa fünf Prozent der Frauen, aber 15 Prozent der Männer. Zu wenig Bewegung und Sport und ein generell risikoreiches Verhalten sind weitere Faktoren.

Worüber Männer sprechen sollten:

Männer zögern sehr häufig, über ihre Beschwerden, Schmerzen und insbesondere über höchst persönliche Probleme wie zum Beispiel ihre sexuelle Gesundheit zu sprechen. Es sollte selbstverständlich sein, sich etwa bei Erektionsstörungen (Erektile Dysfunktion) dem Arzt anzuvertrauen. In 70 Prozent der Fälle liegen diesen Problemen Grunderkrankungen wie etwa Zuckerkrankheit oder Bluthochdruck zugrunde. Aus Statistiken geht hervor, dass Männer oft bis zu vier Jahre lang unter Erektionsstörungen leiden, bevor sie einen Arzt aufsuchen.

Ein gesunder Lebensstil ist das beste "Medikament"

Eine positive Veränderung des Lebensstils und "gesundes Essen" – ein nachgewiesener Schwachpunkt bei Männern – kommt neben ausreichender Bewegung (es muss ja nicht unbedingt ein Hochleistungssport sein!) besondere Bedeutung zu. Ungesunder Stress kann das Immunsystem schwächen und ist oft mitverantwortlich, wenn die sensible Grenze von Gesundheit zu Krankheit überschritten wird. Klar ist, dass Gesundheit von vielen Faktoren abhängt: von der sozialen Lage und den persönlichen Lebensbedingungen, vom Alter, aber auch vom Geschlecht. Genetisch bedingt sind Männer Frauen gegenüber unterlegen. Das alles darf aber keine "Ausrede" sein um seinem Leben nicht doch einen Schwenk hin zu mehr Gesundheitsbewusstsein zu geben.

Grund genug für die Österreichische Krebshilfe, den heurigen Kampagnen-Schwerpunkt dem starken Geschlecht zu widmen. Unter dem Titel: "Krebs ist auch Männersache" treten prominente Persönlichkeiten aus Kunst, Kultur, Medien, Wirtschaft und Medizin vor die Kamera und "schicken" Österreichs Männer zur Vorsorgeuntersuchung.


Folgende Untersuchungen sollten Frauen und Männer unbedingt durchführen (lassen):

Frauen

  • die monatliche Brustselbstuntersuchung ab dem 20. Lebensjahr
  • den jährlichen Krebsabstrich ab dem 20. Lebensjahr
  • die Mammographie ab dem 40. Lebensjahr (längstens alle 2 Jahre)
  • den jährlichen Okkulttest ab dem 40. Lebensjahr
  • Koloskopie alle 5-7 Jahre ab dem 50. Lebensjahr
  • Regelmäßige Hautselbstbeobachtung


Männer

  • die monatliche Hodenselbstuntersuchung
  • die jährliche Prostatauntersuchung beim Arzt ab dem 45. Lebensjahr
  • den jährlichen Okkulttest ab dem 40. Lebensjahr
  • Koloskopie alle 5-7 Jahre ab dem 50. Lebensjahr
  • Regelmäßige Hautselbstbeobachtung


E-Mail-Erinnerung

Bereits 100.000 Frauen und Männer lassen sich per eMail von der Österreichischen Krebshilfe an empfohlene Vorsorgeuntersuchungen erinnern. Anmelden kann man sich zu diesem kostenlosen Erinnerungsservice auf der Webseite der Krebshilfe, wo Sie auch viele Informationen, Beratung und Hilfe rund um das Thema Krebs und Vorsorge finden.





Persönlicher Bereich: