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Krankenkassen müssten im Geld schwimmen

Krankenkassen-Überschuss lt. Hauptverband 2002: 490 Mio. Euro

Die Zahlen sind eindeutig: 2002 haben die Krankenkassen insgesamt 10.634.825.635 Euro (10,6 Mrd.) eingenommen, aber nur 10.144.465.731 Euro (10,1 Mrd.)  für Versicherungsleistungen aufgewendet - und somit einen Überhang von 490 Millionen Euro erwirtschaftet (Quelle: Hauptverband der österr. SV-Träger). Auf die Zahl der Versicherten umgerechnet bedeutet das: Die Pro-Kopf-Einnahmen aller Krankenkassen liegen 2002 exakt bei 1.817 Euro, die Pro-Kopf-Leistungen aber nur bei 1.733 Euro.

"Da fragt man sich schon, wo das angeblich so große Krankenkassendefizit wohl herkommt", wundert sich Erhard P. Geisler, Geschäftsführer der Pharmig, Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen. "Laut Hauptverband betragen nämlich 2002 die Verwaltungsausgaben nur 357 Millionen Euro, das ausgewiesene Defizit liegt aber bei 240 Millionen Euro". "Wie es zu diesem Defizit kommt", so Geisler weiter, "ist mir daher ein Rätsel. Denn die vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger veröffentlichten Zahlen lassen nur einen Schluss zu: Die Krankenkassen müssten eigentlich im Geld schwimmen."

Es wäre daher interessant zu erfahren, was die angebliche Finanznot der Kassen tatsächlich verursacht. Pharmig-Chef Geisler: "Eines ist jedenfalls klar. Die Ausgaben für Medikamente können es nicht sein." Während nämlich von 1993-2003 die Ausgaben für Arzneimittel um insgesamt 991 Millionen Euro gestiegen sind, konnten die Krankenkassen im selben Zeitraum Einnahmensteigerungen von 3,6 Milliarden Euro verbuchen. "Sich immer auf die Medikamente auszureden, ist daher nachweislich falsch."

Nach der Sonderprüfung bei der Wiener Gebietskrankenkasse hat Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat eine behördliche Einschau auch bei anderen Krankenkassen angekündigt. Die Kassen sollen dabei auf mögliche Einsparpotentiale geprüft werden.


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