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Krank im Urlaub: Das sollten Sie wissen

Das sollten Sie wissen.


15.07.2016

Bildquelle: Reisewoche Gruppe
Ausgerechnet im Urlaub krank zu werden, wünscht sich wohl niemand von uns. Wenn es leider doch passiert, sollten Sie folgende Dinge wissen, damit Sie nicht zusätzlich zur Erkrankung auch noch draufzahlen.

Eine Lebensmittelvergiftung im Hotel, ein gebrochenes Bein bei einem Absturz beim Wandern, ein Sonnenstich am Urlaubsstrand? Jahr für Jahr erkranken oder verletzen sich zahlreiche Arbeitnehmer im Urlaub. Was ist, wenn es im Ausland passiert? In der EU und im Europäischen Wirtschaftsraum gilt prinzipiell die heimische Sozialversicherung. Den Versicherungsnachweis findet man auf der Rückseite der e-Card: Das ist die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK). Für Serbien, Montenegro, Bosnien und die Türkei gilt die EKVK nicht. Für diese Länder kann man einen so genannten Betreuungsschein bei der Gebietskrankenkasse beantragen, den früheren Auslandskrankenschein. Den sollte man gegen einen örtlichen Krankenschein austauschen. In Serbien und Bosnien geht das übrigens auch mit der e-Card.

Dieser Versicherungsschutz gilt nur mit zwei wichtigen Einschränkungen: Die Versicherung gibt es nur für Akutbehandlungen und nicht etwa für eine geplante Zahnarztbehandlung in Ungarn. Und man sollte sich vergewissern, ob die Ärztin oder der Arzt, den man aufsucht, auch einen Kassenvertrag hat.

Im Rest der Welt muss man die Behandlungskosten zunächst selbst tragen. Die heimische Krankenversicherung ersetzt dann bis zu 80 Prozent der Kosten, die bei einer vergleichbaren Behandlung zu Hause entstanden wären. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man noch eine private Auslandskrankenversicherung für den Urlaub abschließen. Erkundigen sollte man sich auch, ob bei Urlaubsbuchung mit der Kreditkarte vom Kreditkartenanbieter eine kostenlose Unfall- und Krankheitsversicherung inkludiert ist.

Wenn man länger als drei Tage krank ist, unterbricht dieser Krankenstand den Urlaub. Das allerdings nur, wenn man dem Arbeitgeber die Erkrankung innerhalb von drei Tagen mitteilt. Bei der Rückkehr sollte man unaufgefordert eine Krankenstandsbestätigung vorlegen. Wichtig: Der Urlaub verlängert sich dadurch nicht. Wenn man beispielsweise vier Tage lang krank ist, darf man deswegen nicht vier Tage später den Dienst antreten. Man bekommt aber die vier Urlaubstage wieder gutgeschrieben.

Quelle: AKNÖ