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Gefahr: Kopfschmerzen durch Kopfschmerztabletten

Helfer, die krank machen

18.09.2008

Morgens zum Frühstück schnell eine Tablette gegen den Brummschädel, vor dem Team-Meeting die Nächste und die Konferenz am Nachmittag ist auch nicht ohne Pille zu überstehen. Komisch nur, dass das Pochen nie weggeht…
 
"Ein Grund für andauernde Kopfschmerzen können die Tabletten selbst sein", sagt Apothekerin Claudia Schaa. "Wer mehr als zehn Tage im Monat und länger als drei Tage in Folge Schmerzmittel einnimmt, ist gefährdet an so genannten "medikamenteninduzierten" Kopfschmerzen zu erkranken und im schlimmsten Fall abhängig zu werden." Experten schätzen, dass fünf bis acht Prozent der Kopfschmerzpatienten eine Medikamentenabhängigkeit entwickeln. Vor allem Frauen sind gefährdet, denn sie leiden häufiger an Migräne und versuchen, die Schmerzen und Alltagsbelastungen mit Tabletten in den Griff zu bekommen.
 
Die ständige Einnahme gleicht jedoch einem Teufelskreis: "Nicht nur um akute Beschwerden zu lindern, sondern auch um der nächsten Schmerzattacke vorzubeugen, werden Tabletten geschluckt", sagt Schaa. "Durch die ständige Einnahme verändert sich das Nervensystem. Die Schmerzinformationen werden nicht mehr gefiltert, sondern strömen ungehindert in das Bewusstsein. So entsteht ein Dauerkopfschmerz und die Medikamente werden selbst zu Schmerzauslösern." Das Fatale: Meist erhöhen und verlängern die Patienten die Einnahme in der Hoffnung auf Besserung. Die DAK-Expertin sieht nur einen Ausweg: Medikamentenpause für zwei bis acht Wochen. "Diese sollte gemeinsam mit einem Arzt vorgenommen werden", empfiehlt Schaa. "Denn nach wenigen Stunden beginnt der so genannte Absetzschmerz. Spätestens nach vierzehn Tagen ist die schlimmste Entzugphase vorbei."
 
Um die Schmerzen ohne Medikamente zu reduzieren, helfen manchmal auch einfache Mittel, wie Entspannungsübungen, Ausdauersport, ein geregelter Tagesablauf, genügend Schlaf und viel frische Luft.

Quelle: DAK

 

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