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Bei Kopf- und Nackenschmerzen : Zähne untersuchen

Kostenloser Selbsttest zum Download

11.05.2006

Kopfschmerzen, Schwindel oder Verspannungen im Rücken und Nacken quälen viele Menschen. Selbst nach jahrelangen Untersuchungen bleibt die Ursache oft unklar; die wenigsten vermuten sie im Bereich des Kiefers. Doch genau dort kann der Auslöser liegen.

Symptome wie Kopfschmerzen oder Nackenverspannungen sind oft von einer gestörten Funktion im Zusammenspiel von Ober- und Unterkiefer begleitet. Die medizinische Bezeichnung dafür heißt Craniomandibuläre Dysfunktion, kurz CMD. Sie leitet sich ab von Cranium (Schädel), Mandibula (Unterkiefer) und Dysfunktion (Fehlfunktion). Eine solche Fehlfunktion kann sich sowohl auf Nachbar- als auch auf entfernte Organe auswirken.

Die Ursachenfür CMD können vielfältig sein: Fehlstellungen der Zähne, fehlende Zähne oder fehlerhafte Füllungen oder Zahnkronen. Ebenso können Störungen in der Funktion der Kiefergelenke sowie der Kiefer- und Kaumuskulatur CMD verursachen. Angewohnheiten wie Lippenpressen, Wangensaugen, Kauen auf Stiften, Nuckeln oder das oft stressbedingte Zusammenbeißen der Zähne sind hier häufige Auslöser. Oftmals verursachen sie Verspannungen der Kaumuskulatur und Schmerzen, die sich auch auf andere Körperregionen wie Nackenmuskulatur, Rücken und Becken übertragen. Typisch für eine CMD sind Schwierigkeiten beim Kauen, schmerzhafte Knackgeräusche im Bereich vor dem Ohr und bei einigen Patienten Einschränkungen beim Öffnen des Mundes sowie Schmerzen. Bleibt die Funktionsstörung unbehandelt, kann sie zu einer chronischen Schmerzerkrankung werden.

Für Diagnostik und Behandlung gibt es bewährte Hilfsmittel. Neu ist ein Selbsttest für Patienten: ein fachlich bewährter, einfacher Test mit einer Anleitung, der auf einer Software enthalten ist. Die Anleitung verbindet kurze Demonstrations-Videos und erläuternde Texte mit einer Auswertungsfunktion für die Anwendung des Tests zuhause. Die Software gibt’s zum Download kostenlos im Internet unter www.CMDcheck.de.

"Der zahnmedizinische Laie kann mit dem Selbsttest abschätzen, ob Anzeichen für eine CMD bei ihm vorhanden sind. Ist dies der Fall, kann er einen Bericht für den eigenen Zahnarzt ausdrucken", erklärt Prof. Dr. Holger A. Jakstat, Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde der Universität Leipzig. Gemeinsam mit Dr. M. Oliver Ahlers, CMD-Zentrum Hamburg-Eppendorf und Universität Hamburg, hat er den Test und die Software entwickelt. Der Zahnarzt könne daraufhin das Testergebnis überprüfen und gegebenenfalls eine weiterführende Diagnostik (zahnärztliche Funktionsanalyse) und Therapie (Funktionstherapie) einleiten, so Jakstat.

Wichtig für die Diagnose und die erfolgreiche Therapie einer CMD ist die enge Zusammenarbeit der unterschiedlichen medizinischen Disziplinen der Zahnheilkunde, der Allgemeinmedizin, Orthopädie, Physiotherapie und gegebenenfalls Psychosomatik. Zudem kann auch bei Tinnitus eine zahnärztliche Mitbehandlung sinnvoll sein; Hals-Nasen-Ohren-Ärzte sind darüber informiert.

Quelle: dgk

 

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