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Kontaktlinsen bei Schnupfen oder Grippe weglassen

Auch während der Schwangerschaft oder in der Stillphase können Kontaktlinsen manchmal nicht vertragen werden.

05.02.2009

Haben Sie Fieber oder eine Erkältung? Sind Sie schwanger oder stillen Sie? Und tragen Sie normalerweise Kontaktlinsen? Setzen Sie lieber Ihre Brille auf! Kontaktlinsenträger sollten bei Schnupfen oder Grippe auf ihre Brille umsteigen, sonst könnten beim Einsetzen und Herausnehmen der Linsen Viren oder Bakterien von den Händen ins Auge gelangen. Erkältete Linsenträger ziehen sich so schneller eine Binde- oder Hornhautentzündung zu.

Wer akutes Fieber hat, sollte ebenfalls besser keine Kontaktlinsen tragen. Bei einem fieberhaften Infekt steigt die Temperatur im Auge an und erleichtert so Bakterien und Pilzen das Wachstum. Vor allem weiche Kontaktlinsen bieten wegen ihres hohen Wassergehaltes einen guten Nährboden für zahlreiche Keime. Außerdem steigt bei erhöhter Körpertemperatur der Bedarf an Tränenflüssigkeit, und die Bindehaut-Flora verändert sich. Viele Arzneistoffe in Schnupfen- oder Erkältungsmitteln wie Nasenspray oder in schmerzlindernden und fiebersenkenden Präparaten lassen nicht nur die Nasenschleimhaut abschwellen, sondern hemmen gleichzeitig die Tränenproduktion. Bei einem Mangel an Tränenflüssigkeit könnten die Kunststoffscheibchen auf dem Auge nicht mehr schwimmen.

Durch die Trockenheit erzeugen die Kontaktlinsen auf der Hornhaut eine Reibung, so werden auch Keime in die obere Schicht des Auges regelrecht "eingerieben". Wer Augentropfen anwenden muss, sollte wissen, dass weiche Linsen in der Regel empfindlicher reagieren als harte. Am besten ist es, Kontaktlinsen - egal ob hart oder weich - vor dem Tropfen vorsichtshalber aus dem Auge zu nehmen. Weitere Unverträglichkeiten können durch Medikamente wie Betablocker oder östrogenhaltige Mittel wie die Pille entstehen, die ebenfalls den Tränenfluss verringern.

Während einer Schwangerschaft und auch in der Stillphase werden alle Organe des weiblichen Körpers beeinflusst, so auch die Augen: Aufgrund der hormonellen Umstellung kann es zu einer Veränderung der Sehstärke kommen. Die veränderte Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit kann sogar eine Unverträglichkeit der Kontaktlinsen - vorübergehend oder auf lange Sicht - zur Folge haben. Die Tränenmenge nimmt häufig besonders zum Ende der Schwangerschaft ab. Mögliche Folgen: trockene Augen und daraus resultierende vermehrte Ablagerungen auf den Kontaktlinsen.

Auch die Krümmung der Hornhaut kann sich im Laufe der Schwangerschaft leicht ändern, sodass die Kontaktlinsen oft nicht mehr optimal sitzen. Ferner kann die Stärke der Hornhaut wegen der erhöhten Wassereinlagerung des Körpers zunehmen. Dies kann zu einer erhöhten Blendempfindlichkeit führen, besonders nach längerem Tragen. Bei reduzierter Verträglichkeit, schlechterer Sehleistung, geröteten Augen oder Trockenheitsgefühl sollten Sie zumindest vorübergehend die Tragezeit der Kontaktlinsen verkürzen und Augen beziehungsweise Sitz der Linsen von einem Fachmann kontrollieren lassen.

Quelle: dgk

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