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Kompressionsstrümpfe : Wiener Bandagisten im Test

Rund jedes vierte Mal kein passendes Produkt verkauft

23.07.2008

Nahezu jede zweite Österreicherin und jeder dritte Österreicher ist im Laufe seines Lebens mit der "Zivilisationskrankheit"Krampfadern konfrontiert. Zur Standardtherapie zählen Kompressionsbehelfe wie etwa Strümpfe oder Strumpfhosen. "Konsument" hat 15 Wiener Bandagisten getestet und stellt acht davon ein "sehr gut" aus. Vor allem bei der Beratung können sie großteils punkten. Häufigstes Manko: die unvollständige Vermessung der Beine - rund ein Viertel der Kompressionsbehelfe war unpassend und somit aus medizinischer Sicht ungeeignet.

Die getesteten Bandagisten wurden mit zwei unterschiedlichen Szenarien konfrontiert: Die erste Testerin legte einen Verordnungsschein für eine Kompressionsstrumpfhose vor, eine zweite einen nicht vollständig ausgefüllten Verordnungsschein, bei dem die Lage der Krampfader zu erfragen war. Die erste Testperson wurde in allen Fällen sehr gut beraten. Der zweiten Testerin wurden zwar in allen Geschäften die in ihrem Fall benötigten Kniestrümpfe angeboten, sechs Bandagisten erkundigten sich aber vorab nicht nach der Lage der Krampfader. Untersucht wurde auch, ob die Bandagisten statt den Krankenkassenmodellen zu teureren Produkten drängen. Das war kein einziges Mal der Fall.

Besonderes Augenmerk wurde im Test auf die exakte Vermessung der Beine gelegt. Sind die Strümpfe zu groß, fehlt es am Kompressionsdruck, ist der Strumpf zu lang muss er umgeschlagen werden, was zu Einschnürungen führen kann. In vier Fällen fiel die Vermessung "nicht" bzw. "weniger zufriedenstellend" aus. In sogar einem Viertel der Fälle wurde von den Bandagisten kein passendes Produkt verkauft. Häufig unterblieb dabei zuvor - je nach Testszenario - die Vermessung von Oberschenkel, Beinlänge und Fessel. Das Schlusslicht im Test fiel aber besonders dadurch auf, dass einer Testerin nach mehrwöchiger Wartezeit eine stark verschmutzte und zudem noch für eine andere Kundin maßangefertigte Kompressionsstrumpfhose angeboten wurde.


"Konsument"-Gesundheitsexpertin Bärbel Klepp rät:

  • Anpassen: Die Vermessung für einen Kompressionsbehelf sollte morgens erfolgen, wenn die Beine noch nicht angeschwollen sind. Damit der Strumpf perfekt sitzt und wirkt, müssen alle benötigten Maße vermessen werden.

  • Kauf: Mittlerweile gibt es auch Kassenprodukte in modischeren Tönen und Materialien - optisch akzeptierte Modelle werden häufiger getragen.

  • Anwendung: Kompressionsbehelfe morgens möglichst bald nach dem Aufstehen anziehen. Vor dem Anziehen keine Cremen, Salben oder Öle auf die Haut auftragen.

  • Pflege: Produkte täglich mit bis zu 30 Grad mit Feinwaschmittel oder mit dem Schonwaschgang waschen. Die Behelfe an einem trockenen und lichtgeschützten Ort aufbewahren.

Weitere Informationen finden Sie ab 24.7.2008 im aktuellen "Konsument" und ab sofort auf der Konsument Webseite.

Quelle: VKI

 

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