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Schulmedizin braucht Komplementärmedizin

Experte will mehr Ärzte und weniger Doktoren

07.10.2005

"Der kranke Mensch sollte mehr im Mittelpunkt stehen als die Krankheit selbst", zu diesem Schluss kommt der Wiener Mediziner und Gründer der Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin, Alois Stacher. Die aktuelle Diskussion um die Wirksamkeit der Homöopathie sei völlig unsinnig, meint der Experte. Die Zukunft der Medizin liege nämlich in einer Verknüpfung von Schulmedizin und Komplementärmedizin.

Stacher war 16 Jahre lang Stadtrat für Soziales und Gesundheit in Wien. Er begann seine medizinische Karriere im Hanusch-Krankenhaus in Wien, wo er die größte hämatologische Station Österreichs aufbaute. Der Schritt zur Komplementärmedizin verlief bei ihm zu einem Zeitpunkt, in dem in Wien medizinisch alles machbar war. "In Umfragen Ende der 80er Jahre stellten wir fest, dass trotz besserer Behandlungsmöglichkeiten die Zufriedenheit der Patienten abgenommen hatte", so Stacher. Die Schulmedizin - den Ausdruck lehnt der Mediziner ab und ersetzt ihn durch den Terminus "wissenschaftliche Medizin" - war in der Lage, Leben zu erhalten und schwere Erkrankungen zu heilen. "Für tägliche Leiden, die auch chronische Schmerzen verursachen, gab es jedoch keine Behandlung", subsumiert der Experte. Medikamente dagegen wirken zwar kurzfristig, allerdings sind die Nebenwirkungen zu groß.

"Allerdings sind bei der Heilung der schweren Krankheiten jene Methoden aus der Vergangenheit sowie Erfahrungswerte, die noch vor 30 oder 40 Jahren als Schulmedizin im Studium vermittelt wurden, verloren gegangen, weil sie entweder in Vergessenheit geraten sind oder nicht mehr Ernst genommen wurden", so Stacher. Ganzheitsmedizin umfasst aber sowohl die naturwissenschaftlich ausgerichtete Universitätsmedizin als auch die Erfahrungsheilkunde mit komplementären Methoden unter besonderer Berücksichtigung der psychischen und geistigen Aspekte. Das sei der Leitsatz bei der Begründung der Akademie für Ganzheitsmedizin gewesen, der immer noch gelte. "Ganzheitsmedizin ist kein Fachgebiet, sondern ein Signal für eine umfassende und der Methodenvielfalt gegenüber tolerante Medizin, die den Menschen und nicht allein die Krankheit oder ein Organ in den Mittelpunkt des ärztlichen Denkens und Handelns stellt", erklärt der Wissenschaftler.

Es wäre wünschenswert, wenn es mehr Ärzte als Doktoren gebe, meint Stacher. Da die Wissenschaft in der Zwischenzeit immer bessere Messmethoden findet, werden auch immer häufiger komplementärmedizinische Methoden, die sich zum Beispiel auf Meridiane oder Energielinien beziehen, wissenschaftlich nachweisbar. Eine Nachweisbarkeit der Homöopathie ergebe sich zum Beispiel bei einer erfolgreichen Therapierung von Tieren. "Die Methodik der Homöopathie ist ähnlich wie jene der Desensibilisierungsbehandlung eines Allergiepatienten", erklärt Stacher. Auch dort werde Gleiches mit Gleichem behandelt.

Quelle: pte

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